Gehaltstabelle :
So viel verdient ein Online-Marketing-Manager

Online-Marketing zahlt sich aus, das zeigt sich auch bei den Gehältern der Branche. Ein Online-Marketing-Chef kratzt mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 98.600 Euro knapp an der sechsstelligen Grenze.

Text: Anja Janotta

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Online-Marketing zahlt sich aus, das zeigt sich auch bei den Gehältern der Branche. Ein Online-Marketing-Chef kratzt mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 98.600 Euro knapp an der sechsstelligen Grenze. Auf zwölf Monatsgehälter umgerechnet macht das 8217 Euro. In einer exklusiven Erhebung für W&V hat Gehalt.de die Gehälter von 201 Online-Marketingleitern ausgewertet. Sie beweist: Die Branche boomt, und die Gehälter mit ihr. 80.100 Euro Jahresgehalt markieren die Untergrenze des Gehaltsspektrums, 112.000 Euro die Obergrenze.

Dabei sind enorme Unterschiede zu verzeichnen, je nach Größe des Unternehmens, für das der Manager tätig ist, aber auch nach Alter. Die alten Marketing-Hasen streichen dabei am allermeisten ein. Bei 114.500 Euro liegt der Jahresschnitt bei einem Online-Marketing-Manager mit über 55 Jahren - im Monat sind das 9541 Euro. Die Obergrenze liegt in diesem Segment aber auch schon bei schneidigen 151.200 Euro, die Untergrenze bei 99.800 Euro. Nicht so auffällig, wie bei den über 55-Jährigen, aber dennoch geht auch in den jüngeren Altersgruppen die Gehaltsschere weit auseinander. 67.000 Euro wenigstens verdient ein 30-jähriger Chef des Online-Marketings, 87.900 Euro höchstens. Im Schnitt streicht er 73.900 Euro im Jahr ein - das sind 6158 Euro im Monat. Mit bis zu 35 Jahren sind es im Mittel schon weit mehr: 86.900 Euro per anno.

Aufgeschlüsselt nach Unternehmensgröße fallen ebenso einige Unterschiede auf: Bei einem kleinen Unternehmen, also einem mit unter 100 Mitarbeitern, stehen beim Head of Online Marketing 86.400 Euro pro Jahr oder 7200 Euro auf dem Gehaltszettel. Sein Kollege im gleichen Rang, der in einem großen Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern arbeitet, kassiert hingegen 100.400 Euro im Jahr (oder 8366 Euro im Monat).


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



2 Kommentare

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Alexander Schlosser 17. Mai 2017

Den Daten aus diesem Bericht vertraue ich nicht. Ich bin seit über 16 Jahren aktiv in der Online-Marketing Szene unterwegs. Habe mir seit dem Jahr 2000 als gelernter Web-Designer und Multi-Media Entwickler die Fachkenntnisse SEO und Online-Marketing via Learning by doing beigebracht. Habe einige Jahre in kleinen regionalen Agenturen gearbeitet, die schlecht bezahlen und die TOP Agenturen wie z.B. in MUC mit Konzerne als Kunden zahlen hier keine Gehälter in diesen Dimensionen. Unternehmen mit Mitarbeiter unter 50, die wirklich den Weitblick haben einen Head of Online-Marketing zu benötigen zahlen hier auch keine 86k Jahresgehalt.
Nun bin ich mit 45 Jahren und über 16 Jahren Berufserfahrung im SEO und allgemein Online-Marketing meiner Meinung nach schon im Professional Segment. Mittlerweile habe ich einige Weiterbildungen gemacht, um einen bürokratischen Qualifikationsnachweis zu haben.

Die permanenten Marktschreier in der Szene und Ex-Googlianer, die können diese Gehälter fordern und erhalten diese teils auch.
Leider sind die meisten Personaler in Bezug auf dieses Thema selbst sehr unerfahren und unwissend und erkennen sehr selten fähige Macher. Da stellt man lieber einen BWL mit Bachelor-Abschluss für 2.000 € brutto ein, der sich mal rein theoretisch mit dem Thema SEO beschäftigt hat, als einen erfahrenen Senior SEO Manager für mind. 80k p.a.
Das Gehalt ist sehr stark vom Unternehmen und dessen Branche abhängig. Ferner ist auch in weiteres Budget von mind. 5.000 €/Monat nötig, damit man hier anständig etwas bewegen kann. Da fallen schon mind. 1000 € nur für SEO Analyse Tools an, Kosten für regelmäßige Texterstellung, evtl. Investment für neues Web CMS oder Shop-System, dann SEA, Social Media usw.

Fazit: Dieser Artikel verzerrt für mich die aktuelle Situation in dieser Branche. Die beschriebenen TOP Verdiener bedienen vom ganzen Kuchen einen geringen Anteil.

Anonymous User 14. September 2015

Wenn ER soviel verdient, wieviel verdient denn dann SIE? Oder ist auch dieser boomende Bereich den Männern vorbehalten?

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