Umfrage:
Work-Life-Balance: "Ich fühle mich grotesk fit!"

Achtung, Life Hack: Wie halten sich Digital-Manager zwischen Meetings, Buzzword-Smalltalk und Reisen eigentlich persönlich fit? Wir haben nachgefragt.

Text: Julia Gundelach

Wolfgang Macht, Netzpiloten, findet Treffen mit dem Trainer genauso wichtig, wie mit Business-Partnern.
Wolfgang Macht, Netzpiloten, findet Treffen mit dem Trainer genauso wichtig, wie mit Business-Partnern.

Ich liebe einen guten Life Hack! – Also eine dieser smarten Änderungen, die man manchmal im Leben macht, die alles verblüffend verbessern. Meinen erfolgreichsten Life Hack habe ich vor 15 Jahren gelandet. Die Netzpiloten hatten mich mit ihrem turbulenten Flug auch körperlich etwas durchgeschüttelt und ich war es grundsätzlich leid, dass Sport immer jedem Arbeitstermin sofort zum Opfer fiel. Der Hack war folgender: Ich habe die Sporttermine meinen Businessterminen in allem absolut gleichgestellt. Seither treffe ich tagsüber verteilt so verbindlich wie meine Geschäftspartner fünfmal pro Woche verschiedene Personaltrainer (Drei Mal Kraftsport, einmal Pilates und einmal Yoga). Klar ist das teuer, aber Sportsfreunde, es war die beste Investition in meine Gesundheit und Work-Life-Balance. Ich fühle mich grotesk fit! Wolfgang Macht, Geschäftsführer Netzpiloten

 

Wolfgang Macht, Netzpiloten

Wolfgang Macht, Netzpiloten

"Für den einen ist es die 'Work-Life-Balance', für den anderen die 'Work-Life-Integration'. Wie auch immer wir es nennen, mir geht es um eine ausgewogene Lebensbalance und die Vermeidung von negativem Stress – das gilt für meinen Job und genauso für mein Privatleben. Für beides wünsche ich mir Erfüllung, Abwechslung und Herausforderung. Und darauf habe ich mehr Einfluss als mir im Alltag manchmal bewusst ist. Daneben gibt es einzelne Aktivitäten, mit denen ich meinen Energiespeicher aufladen kann – ob in der Agentur mit Meditation, beim Klavier spielen und Sport oder beim Joggen morgens im Wald am Wochenende. Über alldem steht die Selbstfürsorge, die in meinem Leben einen immer wichtigeren Platz einnimmt." Sina Zeißler, stellvertretende Geschäftsführerin Artus interactive.

 

Sina Zeißler, Artus Interactive.

Sina Zeißler, Artus Interactive.

"Der Soundtrack meines Tages: Ich erreiche meine Work-Life-Balance durch Sport und Musik. Am Morgen beim Joggen mit der ersten Hip-Hop-Playlist des Tages skizziere ich im Kopf bereits die wichtigsten Themen an. Im Büro mit unseren Sounddesignern, Kreativen und Musikredakteuren entwickle ich unverwechselbare Markensounds für beispielsweise Audi oder Porsche, die mich jeden Tag aufs Neue inspirieren. Am Abend powere ich mich beim Fußball aus und radle mit klassischer Musik im Ohr nach Hause, um wieder einen freien Kopf zu bekommen." Ralf Drotleff, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur für Musik und Medien S12.

 

Ralf Drotleff, S12.

Ralf Drotleff, S12.

"Eine gute Fitness ist für mich Voraussetzung für meinen beruflichen und privaten Alltag. Deshalb setze ich vor allem auf eine gesunde Ernährung und freue mich, dabei Neues auszuprobieren – meist vegetarisch, manchmal vegan, aber immer lecker. So gehe ich auch mit gutem Beispiel voran und verbessere meine persönliche CO2-Bilanz – denn als Agentur für Zukunftsthemen spielt der Klimawandel bei uns und bei unseren Kunden eine große Rolle. Da es im Büro auch einmal stressig werden kann, genieße ich als Ausgleich die Freizeit mit meinem einjährigen Sohn, mit dem ich so oft wie möglich lange Spaziergänge oder Wanderungen in der Natur unternehme." Simone Schiebold, geschäftsführende Gesellschafterin der Kommunikationsagentur für Zukunftsthemen FLAD & FLAD.

 

Simone Schiebold, Flad&Flad

Simone Schiebold, Flad&Flad

"Work-Life-Balance ist ein Wort, das ich schon vor Jahren für mich gestrichen habe. Warum das so ist? Weil es eine Trennung von Leben und Arbeit bedeutet und sich das heute in den Zeiten der Mobilität, Agilität und IoT für mich nicht mehr zeitgemäß anfühlt. Ich genieße die Möglichkeiten der neuen Definition der Verbindung von Leben und Arbeit - am liebsten mit meinem Mops Oskar an der Isar. Nicht nur nach 18.00 Uhr, dem offiziellen Feierabend." Claudia Leischner, gyro.

Claudia Leischner, Gyro

Claudia Leischner, Gyro

 

"Fit halte ich mich, indem ich jeden Morgen mit dem Fahrrad zu Arbeit fahre – und natürlich auch wieder zurück. Dabei genieße ich nicht nur den sportlichen Start in den Tag, mir hilft das Radfahren auch dabei, meine Gedanken zu sammeln. Eine weitere Disziplin, die ich neu für mich entdeckt habe, ist das Meditieren. Das steigert die Konzentration und reduziert gleichzeitig den Stress. Für eine ausgewogene Work-Life-Balance empfehle ich jedem, sich feste Zeiten für Sport und Meditation zu blocken und auch Freizeit mit Freunden oder sich selbst frühzeitig einzuplanen. Wichtig ist dabei, dass der Arbeitgeber dies unterstützt. Wir bei Productsup haben beispielsweise flexible Arbeitszeiten und ein eigenes Fitness Studio. Das spart auch mir viel Zeit und kommt meinem ausgeglichenen Lifestyle entgegen." Meike Jordan, Head of HR bei Productsup

Meike Jordan, Productsup

Meike Jordan, Productsup

"Ich glaube daran, dass jeder die für sich passende, individuelle Formel finden muss und für eine ausgewogene Work-Life-Balance selbst in der Verantwortung steht. Ein guter Arbeitgeber kann lediglich Maßnahmen anbieten und Anreize setzen. Ich plane frühzeitig die Woche, so dass Sport und 1-2 Verabredungen ihren Platz im Kalender finden." Judith Steinmetz, Essence.

Judith Steinmetz, Essence

Judith Steinmetz, Essence


Autor:

Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


Alle Specials