Berlin:
CDU blamiert sich mit Kampagnenmotiv

Erst im kommenden Jahr müssen die Berlinerinnen und Berliner entscheiden, wer ihre Stadt regiert. Schon jetzt hat die CDU ihre Kampagne gestartet - und ist voll ins sexistische Fettnäpfchen getreten.

Text: Annette Mattgey

Sexistischer Ausrutscher der CDU Berlin.
Sexistischer Ausrutscher der CDU Berlin.

Nur weil sich jetzt alle auf #BlackLiveMatters kaprizieren, heißt das nicht, dass man jetzt wieder jeden sexistischen Mist als "lustige" Werbung verbreiten kann. Nur die CDU Berlin scheint das noch nicht verstanden zu haben und erregt mit einem ihrer jüngsten Motive Unmut - vor allem natürlichem beim politischen Gegner.

Cem Özdemir, Berliner und Ex-Parteichef der Grünen, lehnt das Motiv ebenso ab wie die Pressesprecherin der grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Laura Hofmann:

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Mit ihrer Kritik steht Hofmann nicht allein:

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Gedacht war die Kampagne, die aus Online-, Social-Media- und Guerilla-Elementen besteht, allerdings ganz anders. Sie sollte das ramponierte Image der CDU Berlin positiv beeinflussen, so das Ziel des Landesvorsitzenden Kai Wegner und von Generalsekretär Stefan Evers, das sie zusammen mit René Heymann und seiner Agentur HeymannBrandt erreichen wollten. Die Diagnose: "Es gibt eine riesige Kluft zwischen der Wahrnehmung und der CDU Berlin, wie sie wirklich ist." 

Neben einem neuen Look sollte dazu auch eine neue Sprache dienen: "Klartext mit Herz und Humor". Nach ihrem eigenen Anspruch will die CDU Berlin "aufrecht und wertschätzend" mit den Bürgern sprechen. Das ist offensichtlich misslungen.

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Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 


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