Marken-Case:
"Jeder Kontakt soll zum Erlebnis werden"

comevis wurde für das Yello 360 Grad-Soundbranding zur "Agency of the Year" beim German Brand Award. Von einem erfolgreichen Soundbranding profitiert nicht nur die Wiedererkennbarkeit der Marke.

Text: Julia Gundelach

"Alle klingenden Touchpoints in Einklang bringen", so Stephan Vincent Nölke, Geschäftsführer bei comevis.
"Alle klingenden Touchpoints in Einklang bringen", so Stephan Vincent Nölke, Geschäftsführer bei comevis.

Audio und Voice waren noch nie so relevant wie heute. Viele Branchen setzen auf die akustische Markenführung, auch die Marke Yello. Das Kölner Unternehmen comevis hat für den Stromanbieter einen Corporate-Sound entwickelt, indem markenrelevante Substanzwerte in hörbare Klangparameter übersetzt wurden. Geschäftsführer Stephan Vincent Nölke erklärt, welche Aufgaben Soundbranding dabei zukommen.

Herr Nölke, was bringt Sound-Branding einer Marke wie Yello und welche Aufgaben hat das Sound Branding bei Yello?

"Soundbranding erfüllt viele verschiedene Aufgaben. Durch den methodisch hergeleiteten und systematisch umgesetzten Einsatz von Audio und Voice können alle klingenden Touchpoints konsequent verbunden und synchronisiert in Einklang gebracht werden. Der Marke Yello hilft dies bei der Markenprofilierung, Markenwertsteigerung, Markenbekanntheit und vor allem Markenwiedererkennbarkeit. Hier ist beispielsweise die Wirkung des Yello-Soundlogos zu betonen, das jeder dritte Deutsche kennt."

Wie entwickelt man eine Hörmarke?

"Dies kann je nach Marke variieren. Bei der Entwicklung des Yello-Corporate-Sounds begann dieser Prozess mit der Positionierung markenrelevanter Substanzwerte und Differentiatoren im Rahmen unserer langjährig erprobten Methodik des sonicPROFILINGs und mit ihrer Übersetzung in hörbare Klangparameter. Auf dieser Basis wurde das Yello-Soundbranding-Script in Form des sonicCODEs definiert. Die sonicIDs bestimmen dabei, wie einzelne Markenwerte hörbar werden. Ebenso wurden akustische 'Don‘ts' fixiert, um akustische Off-Brand-Inhalte zu vermeiden. Für die Entwicklung des Soundlogos haben wir zusätzlich die Yello-Klangikonografie aufgegriffen, also den bekannten dreifachen 'Häkchen-Sound' und eine Sprachmodulation erweitert. Der Sound konnte in kritischen Marktforschungen bestehen und ist dadurch zum Soundlogo geworden."

Wie und womit gelingt es Yello, mit Soundbranding Markenerlebnisse zu schaffen?

"Musik und Klang haben eine sehr direkte Wirkung auf uns Menschen und laden Marken emotional auf. Durch das Yello-Soundbranding soll jede Kontaktsituation zum Erlebnis werden – sowohl in interaktiven Situationen (z.B. Smartphone-App 'KWhapp' und Telefonie), in denen Sound und Stimme eine leitende oder orientierungsgebende Funktion einnimmt, als auch in eher passiven Situationen (z.B. TV-/Kino-Spots und Social-Media-Ads). Hervorzuheben ist hierbei auch der Yello-Event-Sound, der Veranstaltungen auditiv und dabei markenkonform begleitet."



Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


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