Marken-Case:
"VR könnte zum Standard werden"

Crosscamp von der Erwin Hymer Group wurde zur "Product Brand of the Year" beim German Brand Award ausgezeichnet. Die Marke eignet sich nicht nur fürs Campen, sondern auch für den Alltag.

Text: Julia Gundelach

Der Camper eignet sich auch für den Alltag.
Der Camper eignet sich auch für den Alltag.

Campen ist im Trend - doch nicht jeder schafft sich deswegen gleich ein Camping-Mobil an. Crosscamp ist die Antwort von Erwin Hymer auf das wachsende Bedürfnis der Menschen nach einem kompakten und leistungsfähigen Fahrzeug, das flexibel im Alltag wie auch als Freizeitmobil genutzt werden kann. Das Fahrzeug soll neue Zielgruppen und Bedürfnisse ansprechen. Marketingleiter Andreas Ortlieb erklärt, wo man diese trifft.

Welche Markenkontaktpunkte sind für Crosscamp besonders effektiv und welche werden zunehmend an Bedeutung gewinnen?

"Unsere Zielgruppe pflegt einen digitalen Lifestyle und teilt ihre Alltags- und Freizeiterlebnisse gerne in den sozialen Medien. Daher gehen wir direkt dorthin, wo sich die Zielgruppe hauptsächlich aufhält: auf Social Media und -Blogs, in denen es um Naturerlebnisse und eine ganz besondere Ästhetik und Lebenswelt geht. 42.000 Fans aus der spitzen Zielgruppe, eine Post-Reichweite von insgesamt 1,8 Millionen, fünf Millionen Impressions auf Social Media und über 600.000 Post-Reaktionen allein im ersten Jahr zeigen, dass diese Strategie aufgegangen ist. Darüber hinaus behalten wir alle digitalen Trends und Plattformen im Blick, um unsere digitale Marken-Kommunikation mittelfristig weiter auszubauen."

Wie und womit gelingt Crosscamp eine nachhaltige Customer Experience?

"Nicht nur die unkomplizierte Art von Crosscamp spricht unsere Kunden an, sondern auch ein breites Sortiment an speziellem Zubehör und attraktive Outdoor-Accessoires komplettieren den Markenauftritt. Es ist die Marke, die aus einem normalen Van einen echten Partner für die kleinen und großen Abenteuer auch abseits des Alltags macht. Bei unserem digitalen Content konzentrieren wir uns auf lebendige Bildwelten und spannendes, authentisches Storytelling von authentischen Reise-Influencern. Stets im Zentrum aller Überlegungen stehen die emotionalen Themenkomplexe Freiheit, Spontanität, Kreativität und Individualismus."

Wie schätzen Sie das künftige Potenzial von Virtual Reality/Augmented Reality als Instrument der Markenführung ein?

"VR verfügt über das Potenzial, zukünftig den aktuellen, meist noch analogen Verkaufsprozess zu revolutionieren. Diese Technologie ermöglicht es dem Kunden jederzeit und auch an jedem Ort sich sein individuelles Wunschfahrzeug zusammenzustellen. Durch den virtuellen Rundgang erlangt der Kunde einen direkten visuellen und räumlichen Eindruck seiner Wunschkonfiguration und kann sich ein Bild über Funktionen machen, die bis dato nur bei einer physischen Präsentation ersichtlich wurden. VR könnte zum Standard-Tool in der kontaktlosen Erstberatung werden. Allerdings hat VR auch Grenzen; Eine haptische Wahrnehmung des Produkts bzw. das unmittelbare Erlebnis einer Probefahrt kann die Technologie letztlich nicht ersetzen."



Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


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