Schöner homen: Auf Etsy gibt es jetzt iPhone-Widgets zu kaufen. Doch nicht alle Designs sind gelungen.

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Der BER fliegt auf Windows XP

Alles hat ein Ende – sogar die unendliche Geschichte vom Berliner Pannen-Flughafen. Am 31. Oktober soll der BER mit neunjähriger Verspätung tatsächlich eröffnet werden. Doch hinter den Kulissen ist die Technik offenbar noch nicht überall auf dem Stand von 2020. Ein Reporter von t-online.de hat in einem Aufzug des Airports einen Anmelde-Bildschirm mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Embedded 2009 entdeckt. Die antike Software wurde einst für den Betrieb von Geräten wie Geldautomaten oder eben auch Fahrstühlen entwickelt und basiert auf Windows XP, für das Microsoft bereits seit 2014 keinen Support und keine Sicherheitsupdates mehr anbietet. Und selbst die Großkunden-Version Windows Embedded 2009 wird seit April 2019 nicht mehr unterstützt und aktualisiert.

Laut Thorsten Urbanski vom IT-Sicherheitsunternehmen ESET ist das kein Einzelfall: "Bei langen Bauprojekten kann es durchaus vorkommen, dass noch solche Softwaredinosaurier im Einsatz sind. Wenn die nicht gewartet werden können, können die einen Angriffsvektor bieten." Auch wenn Geräte wie Aufzüge nicht direkt mit dem Internet verbunden sind, kann zum Beispiel der Fernzugriff des Herstellers zu Sicherheitslücken und Einfallstoren für Hacker führen. Der Betreiber des BER versichert gegenüber t-online.de allerdings, dass keine Gefahr bestehe. Denn bis auf zwei Aufzüge seien alle XP-basierten Systeme mittlerweile durch sichere Open-Source-Software ersetzt. Falls der BER am 31. Oktober doch nicht eröffnet wird – an Windows XP soll’s nicht liegen.

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Bauer sagt Ciao: Aus für Facebook-Hit FarmVille

Zwischen 2009 und 2011 war FarmVille eines der erfolgreichsten, lukrativsten (und nervigsten) Spiele im Netz. Zeitweise beackerten monatlich über 80 Millionen Hobby-Farmer auf Facebook den virtuellen Bauernhof. Anbieter Zynga aus San Francisco fuhr reiche Ernte ein und verzeichnete allein im ersten Quartal 2011 einen Umsatz von 235 Millionen Dollar. Danach ging es steil bergab mit Nutzerzahlen und Umsätzen. Die Nachfolger konnten nicht mehr an den Erfolg des Originals anknüpfen. Nun heißt es: Bauer sagt Ciao! Am 31. Dezember macht Zynga seine Farm dicht.

Dann verschwindet die Original-Version des Spiels von Facebook. Das hat allein schon technische Gründe. Denn zum Jahresende 2020 lässt das Netzwerk keine Spiele mehr zu, die auf Adobes veralteter Flash-Technik basieren. Unverdrossene FarmVille-Spieler können laut Blogeintrag von Zynga noch bis 17. November Saatgut und andere Extras kaufen und bis Jahresende aussäen. Danach ist Schluss mit dem Landleben – aber nur im Original-Spiel. Zynga arbeitet an einer App-Version von FarmVille 3, die schon in Kürze verfügbar sein soll.

Das Feld ist bestellt, Zynga schließt seinen Facebook-Bauernhof.

Das Feld ist bestellt, Zynga schließt seinen Facebook-Bauernhof.

Erpresso: Wenn die Kaffeemaschine Lösegeld fordert

Dass schlecht abgesicherte Smart-Home-Geräte zu einem Einfallstor für Hacker werden können, ist nichts Neues. Vor allem Billigware aus China und Geräte, für die sich kein eigenes Passwort vergeben lässt, können bei der Einbindung ins heimische WLAN-Netz gefährlich sein. Was im Extremfall – zumindest theoretisch – passieren kann, zeigt nun ein spektakulärer Hack des Sicherheitsspezialisten Martin Hron von der IT-Firma Avast. Er hat eine Kaffeemaschine mit Internetanbindung so manipuliert, dass das Gerät verrückt spielte und seinen Besitzer mit Lösegeldforderungen traktierte. Erpresso statt Espresso!

Hron konnte sich kompletten Zugriff auf die Steuerung der Kaffeemaschine verschaffen, die daraufhin ein regelrechtes Chaos verursachte. Sie heizte sich auf, spuckte Wasser, drehte die Mühle auch ohne Kaffeebohnen auf Hochtouren, piepte permanent und zeigte auf dem Bildschirm eine Lösegeldforderung an. Sie sollte der Besitzer erfüllen, damit der Spuk aufhört. Ohne Lösegeld gab es nur noch eine Lösung – den Stecker aus der Wand ziehen, und Tee trinken. Martin Hron überschreibt seine Dokumentation über die Sicherheitslücke mit dem Titel "Der frische Duft von erpresstem Kaffee". Der Experte warnt laut ArsTechnica dringend vor der Nutzung solcher zweifelhaften Smart-Home-Gadgets – zumal Küchengeräte im Durchschnitt 17 Jahre lang genutzt werden. Im Laufe dieser Zeit dürften die Lücken immer noch größer werden. Fazit: Nicht jede Kaffeemaschine, Staubsauger oder Mixer braucht dringend Internet.

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Basketball-Spiel NBA 2K21: Riesenärger um Extrakäufe

Das neue Basketballspiel NBA 2K21 zeigt, wie exzellent Videospiele heutzutage sein können – und wie unerträglich. Eigentlich machen Entwickler Visual Concepts und Anbieter 2K Sports aus Kalifornien alles richtig. Spielerisch ist die 22. Ausgabe der Erfolgsserie nah dran an der Perfektion. Absolute Profis können Dribblings und Würfe dieses Jahr noch feiner und genauer kontrollieren. Die Animationen der Original-NBA-Stars sind atemberaubend. Und mit bis zu 36 Teams in der Liga, mit 67 klassischen Mannschaften der NBA-Geschichte und zum zweiten Mal mit der kompletten Frauen-Liga WNBA ist monatelanger Basketball-Spaß garantiert. Wenn da nicht die Sache mit den allgegenwärtigen Extrakäufen wäre.

Das Spiel kostet an sich schon zwischen 65 und fast 100 Euro. Doch das ist erst der Anfang. In den besonders beliebten Spielmodi MyCareer und MyTeam, in denen es darum geht, seinen eigenen Basketballspieler und seine Mannschaft weiterzuentwickeln, sind Extrakäufe beinahe unumgänglich. Und die gehen ins Geld. Einen einzigen jungen Basketballer zum Superstar aufzurüsten, kann gut und gerne 200.000 Punkte der virtuellen Spielewährung VC kosten, für die dann 50 (echte) Euro zu bezahlen sind. Die Proteste im Netz gegen die Abzocke sind enorm. Autor Ben Vollmer vom US-Spielemagazin IGN zeigt sich in seinem Test empört: "Es ist eine Schande, dass der Fokus von 2K nicht auf dem Spaß liegt, den man auf dem Platz haben kann, sondern auf dem Geld, das man den Spielern aus der Geldbörse ziehen kann. Denn es macht einfach keinen Spaß, sich ohne Bezahlung durchzuschlagen." Warnung an Eltern von Basketball-begeisterten Kindern: Finger weg von dieser Taschengeld-Falle!

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.