Wesentlich ermutigender sind die Wachstumssignale aus Europa - vor allem in Spanien (mit einem geschätzten Plus von 8,6 Prozent) und Großbritannien (plus 5,6), aber auch in Portugal und Griechenland, während Märkte wie Italien und Frankreich immer noch auf der Stelle treten. Der deutsche Werbemarkt kann in diesem Jahr um zwei Prozent zulegen.

Laut einer Werbemarkt-Prognose der Agentur Zenith Optimedia soll Online in diesem Jahr erstmals die Zeitungen in Deutschland bei den Werbeumsätzen überflügeln. Die Prognosen der unterschiedlichen Agenturen und Mediaforschungsinstitute weichen traditionell zum Teil deutlich voneinander ab. "In Deutschland haben die Werbeinvestitionen in das Internet (inklusive Search und Affiliate) bereits 2013 die ins Fernsehen überholt", so Zenith-Optimedia-Chairman Frank-Peter Lortz. "Die meisten Werbegelder flossen in Deutschland jedoch bislang in die Zeitungen. Die Vielzahl der Blätter ermöglichte es der Gattung trotz jahrelanger Auflagen- und Anzeigenverluste, ihre Spitzenposition zu behalten. Nun zeigt sich der Strukturwandel, auf den die Verleger bis heute keine Antwort gefunden haben, auch im Ranking der werberelevanten Gattungen."



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.