W&V Data-Analyse:
Corona-Effekt: Der Alles-sauber-Hype hält an

Putzen zur Krisenbewältigung, dieser Corona-Effekt hält weiter an. Steigerungen der Werbespendings im dreistelligen Prozentbereich sind da bei den Bigs der Sauber-Branche keine Seltenheit, zeigt W&V Data.

Text: Christiane Treckmann

Mit zum Teil dreistelligen Steigerungungen ihrer Spendings reagieren die Putz- und Reinigungsmittelhersteller auf das anhaltende Bedürfnis nach Sauberkeit und Keimfreiheit.
Mit zum Teil dreistelligen Steigerungungen ihrer Spendings reagieren die Putz- und Reinigungsmittelhersteller auf das anhaltende Bedürfnis nach Sauberkeit und Keimfreiheit.

Corona hat viele Gesichter respektive Begleiterscheinungen. Dass die Deutschen in einen regelrechten Putz- und Hygienewahn verfallen sind, ist eine davon. Der Bereich der Putz- und Reinigungsmittel ist denn auch eines der wenigen Segmente geblieben, die ihre Werbespendings nicht parallel zum Lockdown runtergeschraubt hatten – Unsichtbarkeit hatten bekanntermaßen 2020 Unternehmen reihenweise zur Kommunikationsstrategie für sich erklärt. Während im vergangenen Jahr die Spendings insgesamt um 4,4 Prozent unter Vorjahr lagen, hatten die Putzmittel-Hersteller, allen voran Procter & Gamble um 33 Prozent draufgesattelt.

Putz- und Reinigungsmittelhersteller erhöhen Werbedruck weiter

Mit einem Anteil von rund 0,7 Prozent am gesamten Werbevolumen (rund 34,3 Mrd. Euro brutto 2020) ist diese Branche zwar vergleichsweise klein – aber dafür umso beharrlicher.

Auch der Start ins neue Jahr verlief richtig sauber. Das Bedürfnis der Verbraucher, ihre Home-Office-, Home-Schooling-, Home-Irgendwas-Umgebung so sauber und keimfrei wie möglich zu halten, ist keineswegs geschmälert. Und erst recht nicht geschmälert ist das Bedürfnis der entsprechenden Hersteller, für ihre Produkte weiter laut zu trommeln.

Leifheit: Plus 244 Prozent bei den Werbespendings

Wie der Blick in das W&V Data-Dashboard zu den Spending-Entwicklungen nach Branchen zeigt, haben die Putz- und Reinigungsmittelmarken zum Jahresstart um knapp 18 Prozent mehr Werbedruck gemacht also noch vor einem Jahr. Wenn man sich die drei großen Player betrachtet, fällt die Steigerung noch exorbitanter aus: Leifheit als Nummer drei hat mit einem Plus von 244 Prozent auf 1,68 Mio. Euro brutto den deutlichsten Anstieg, gefolgt von Henkel, der Nummer zwei, mit 143 Prozent plus auf 2,34 Mio. Euro und Procter & Gamble als Dauer-Nummer-eins erhöhte sein Volumen um 25 Prozent auf 3,97 Mio. Euro (W&V Data für den Januar 2021, basierend auf den Zahlen unseres Partners Nielsen).

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In den interaktiven Dashboards, basierend auf den Nielsen-Zahlen, können Sie die relevanten Werbemarktzahlen abrufen.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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