Mediennutzung:
Der „autofreie Tag“ verändert die Mediennutzung

Berlin und andere Städte und Gemeinden rufen für heute wieder den autofreien Tag aus. Das verändert auch die Mediennutzung. Eine Agma-Auswertung zeigt, wie Autoradio und Medien im ÖPNV genutzt werden.

Text: Christiane Treckmann

Aktionen wie der heute in manchen Regionen durchgeführte autofreie Tag verändern auch die Mediennutzung.
Aktionen wie der heute in manchen Regionen durchgeführte autofreie Tag verändern auch die Mediennutzung.

Jedes Jahr am 22. September rufen zahlreiche Städte und Gemeinden den „autofreien Tag“ aus. Der Tag ist Teil der von der EU-Kommission ins Leben gerufenen Europäischen Mobilitätswoche, in der Kommunen verschiedene Aktionen zur nachhaltigen Mobilität initiieren. Bedingt durch Corona finden jedoch diesmal deutlich weniger Aktivitäten statt.

Autofahren heißt für viele Menschen Radiohören. 61,1 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 verfolgen „ihren“ Radiosender im Auto, so eine Auswertung über das maX-Crossmedia-Tool der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma). Mit diesen Daten lässt sich die Mediennutzung von Zielgruppen im Tagesablauf analysieren. Die klassischen Autoradio-Peaks sind dabei am Morgen zwischen sieben und acht Uhr sowie zur Rushhour am späteren Nachmittag zwischen 17 und 18 Uhr.

Corona-Auswirkungen auf die Radioreichweite

Die hohe Radionutzung im Auto dürfte jedoch zwangsläufig zurückgehen, wenn – etwa am autofreien Tag – auf andere Verkehrsmittel ausgewichen wird. Mittelfristig könnte damit die gegenwärtige Entwicklung, öfter aufs Autofahren zu verzichten, zu Auswirkungen auf die Radiowerbung führen. Gerade durch Corona-bedingtes Homeoffice dürfte die Nutzung von Autoradio und damit die Reichweite für Radiowerbung Einbußen erfahren.

Lesen in Bus und Bahn

Statt im Auto Radio zu hören, könnte beispielsweise wieder mehr gelesen werden. Im Schnitt vertiefen sich 13,6 der Menschen, die via ÖPNV unterwegs sind, in eine Zeitung (vorwiegend die Männer) oder Zeitschrift (vorwiegend die Frauen).

Damit sind Bus, Bahn und Co. allerdings das Schlusslicht der Locations, die zum Lesen von Printmedien verleiten. Sogar am Arbeitsplatz werden Printmedien mit 20,9 Prozent mehr genutzt. Der Hot Spot für Print ist das Zuhause (80,1 Prozent) – und das Wartezimmer (79,2 Prozent)

Internet im ÖPNV der klare Favorit

Das am meisten genutzte Medium in Bus und Bahn ist erwartungsgemäß das Internet (vor allem per Smartphone) mit Peaks ebenfalls morgens zwischen sieben und acht Uhr und zwischen 17 und 18 Uhr sowie von 13 bis 14 Uhr. Insbesondere die Unter-30-Jährigen nutzen im öffentlichen Personennahverkehr fast ausschließlich ihr (internetfähiges) Handy.

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Die Internet-Nutzung in öffentlichen Verkehrsmitteln sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, so die Agma: „Heute surfen dort etwa 10,3 Millionen Menschen täglich mit dem Smartphone. Das sind etwa doppelt so viele wie noch 2017.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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