W&V Data-Analyse:
E-Commerce-Gigant Amazon geizt mit Werbung

Amazon ist der fünftgrößte Werbungtreibende hierzulande. Doch unter den Top-Unternehmen hat kaum jemand so an Werbung gespart wie Jeff Bezos’ Baby. Und das, obwohl die Umsatzerwartungen gigantisch sind.

Text: Christiane Treckmann

Amazons Umsatz-Aussichten sind gigantisch. Dennoch hat der Konzern hierzulande seine Werbespendings zweistellig zurückgefahren, so die W&V Data-Analyse.
Amazons Umsatz-Aussichten sind gigantisch. Dennoch hat der Konzern hierzulande seine Werbespendings zweistellig zurückgefahren, so die W&V Data-Analyse.

Mit einem durchschnittlichen Minus von 4,4 Prozent war das Werbejahr 2020 im Gesamten dann doch nicht so mies zu Ende gegangen wie lange befürchtet (siehe dazu auch die aktuelle Printausgabe von W&V 2-2021). Ganz anders sieht es aus, wenn man sich die Bilanzen der einzelnen Werbungtreibenden ansieht.

Hier findet sich Amazon auf dem fünften Platz: 340,3 Mio. Euro brutto hat der Tech- und E-Commerce-Riese im vergangenen Jahr in Werbung investiert. Ein Top-Budget – doch dahinter steht ein kräftiges Minus: Um ganze 21 Prozent hat Amazon seinen Werbedruck gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Amazon-Sparkurs: 21 Prozent weniger als im Vorjahr

Nur ein weiteres Unternehmen unter den Top Ten der Werbungtreibenden hat noch mehr auf die Sparbremse gedrückt: Aldi gesamt schränkte 2020 sein Werbebudget um 22 Prozent ein und kommt so auf ein Jahresvolumen von 421,3 Mio. Euro brutto. Mehr dazu finden Sie auf W&V Data in unseren Dashboards zum Werbemarkt, gestützt auf die Auswertungen unseres Partners Nielsen, die auch Quelle dieser W&V Data-Analyse zu Amazon sind.

Mediamix: Fokus auf analoge Klassiker

Auffällig ist der Mediamix von Amazon, denn da setzt der Gigant der digitalen Welt ganz klar auf klassische analoge Kanäle: Das Gros der Spendings investiert Amazon in Fernsehen, nämlich knapp 65 Prozent. Der zweitstärkste Werbekanal ist Radio mit einem Anteil von elf Prozent. Für Desktop-Werbung dagegen machte Amazon nur gut sieben Prozent brutto locker, für Mobile lediglich fünf Prozent.

Aussicht auf den Umsatz-Olymp

Wahrscheinlich aber hätte Amazon sein Werbevolumen 2020 noch mehr schrumpfen lassen und sich stattdessen noch mehr auf Corona-Effekte verlassen können. Denn Lockdown, Geschäftsschließungen etc. spielten der E-Commerce-Sparte von Amazon in die Hände. Und führten letztlich dazu, dass Amazon 2020 in den Umsatz-Olymp aufsteigen dürfte: Experten gehen von gut 100 Milliarden Euro Umsatz aus – eine Marke, die nur wenige Konzerne knacken.

Amazon im W&V Data-Ranking der Top-Motive

Wenn Amazon jedoch wirbt, dann wird geklotzt. Immer wieder ist Amazon in den wöchentlichen W&V Data-Rankings zu den jeweils 30 teuersten Motiven zu finden. So auch in der aktuellen Auswertung (Woche vom 18. bis 24. Januar 2021). Dort ist Amazon mit gleich zwei TV-Spots vertreten, die Sie sich hier gleich angucken können. Dahinter steht ein Wochenbruttovolumen von gut 2,4 Mio. Euro.

W&V Data: Amazon Image-Spot / Wochenvolumen von 1,31 Mio. Euro

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W&V Data: Amazon Handel-Spot / WOchenvolumen von 1,13 Mio. Euro

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Mehr zu den Spendings finden Sie hier auf W&V Data. Das komplette W&V Data-Ranking der aktuellen 30 teuersten Motive samt detaillieren Angaben zu den jeweiligen Werbespendings können Sie hier abrufen.

W&V Data: Exklusive Zahlen, Daten, Fakten für Ihr Business

Wenn Sie wissen wollen, wie sich aktuell die Werbespendings entwickeln, gucken Sie doch mal auf W&V Data vorbei.

In den interaktiven Dashboards, basierend auf den Nielsen-Zahlen, können Sie die relevanten Werbemarktzahlen abrufen.

Insgesamt finden Sie dort übrigens Auswertungen zu 50 wichtigen Branchen und ihren Top-Playern.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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