W&V Data-Analyse:
Jahresstart: Corona-Spots für fast 13 Mio. Euro

Corona bleibt das beherrschende Thema: Zum einen ist 2021 mit gleich sechs Pandemie-affinen Spots an den Start gegangen. Zum anderen kehren die Werbungtreibenden Lockdown-bedingt zum alten Sparkurs zurück.

Text: Christiane Treckmann

Für rund 2,6 Mio. Euro brutto wurde der Spot zur Kampagne „Deutschland krempelt die #Ärmelhoch“ im Fernsehen platziert - Platz zwei im W&V Data-Ranking der 30 teuersten Motive einer Woche.
Für rund 2,6 Mio. Euro brutto wurde der Spot zur Kampagne „Deutschland krempelt die #Ärmelhoch“ im Fernsehen platziert - Platz zwei im W&V Data-Ranking der 30 teuersten Motive einer Woche.

Corona hat viele Gesichter, auch in der Werbung. So lässt sich der Start ins Werbejahr 2021 beschreiben. Sechs Spots mit Corona-Bezug finden sich im aktuellen W&V Data-Ranking der 30 teuersten Motive, für das die Woche „zwischen den Jahren“, also der Slot vom 28. Dezember bis 3. Januar, ausgewertet wurde. Und jeder Spot greift das Thema anders auf.

Das teuerste Motiv dieser Woche, nicht nur bezogen auf die sechs Corona-Motive, sondern insgesamt, kommt von Rewe. Für ein Wochenbudget von rund 4,3 Mio. Euro brutto, so die Erhebung unseres W&V Data-Partners Nielsen, sagt der Lebensmittelhändler ein umfassendes Dankeschön an alle, die unseren Alltag am Laufen halten – ohne sich selbst ins Spiel zu bringen.

Danke sagt auch die Deutsche Bahn, mit rund 1,8 Mio. Euro Volumen der drittteuerste Coronaspot aktuell. Die DB paart das Dankeschön aber mit den eigenen Verdiensten um mehr Sicherheit und Hygiene.

"Deutschland krempelt die #Ärmelhoch" gleich nach Rewe

Die Nummer zwei der sechs Corona-Motive sowie im W&V Data-Wochenranking insgesamt kommt vom Bundesministerium für Gesundheit und soll die Impfbereitschaft in der Bevölkerung ankurbeln: Für rund 2,6 Mio. Euro brutto wurde der Spot zur Kampagne „Deutschland krempelt die #Ärmelhoch“ im Fernsehen platziert.

Nachfolgend können Sie sich diese drei Spots direkt ansehen. Die drei weiteren Corona-Motive – von Lieferando.de, dem neuen Unilever-Handhygieneprodukt Lifebuoy und von SAP Image – finden Sie samt Angaben zu den Bruttospendings hier auf W&V Data im Ranking der aktuellen 30 teuersten Motive.

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Insgesamt summieren sich diese sechs Corona-affininen Spots auf ein Wochenbudget von rund 12,6 Mio. Euro. Das entspricht einem Anteil von fast 27 Prozent mit Blick auf den Gesamttopf der Top 30 der aktuellen Woche. Der jedoch liegt mit rund 49 Mio. Euro brutto deutlich unter den Budgets, die die Werbungtreibenden noch im Dezember aufgefahren hatten. Noch in der Woche zuvor, der Feiertagswoche vom 21. bis 27. Dezember 2020, hatten die Top 30 ein Wochenvolumen von rund 79 Mio. Euro erreicht. Der Start ins neue Jahr steht offensichtlich ganz unter dem Eindruck des zweiten Lockdowns und lässt die Werbungtreibenden zurückkehren zur alten Sparkursstrategie und gedrosselten Sichtbarkeit, die vielfach bereits im ersten Lockdown Mittel der Wahl war.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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