W&V Data-Analyse:
Mehr Bewegtbildnutzung, aber weniger Werbung dafür

Jede zweite Minute unserer Mediennutzung entfällt bereits auf Bewegtbild, Tendenz weiter steigend durch Corona. Aber werbetechnisch haben Netflix und Amazon noch einiges aufzuholen, zeigt W&V Data.

Text: Christiane Treckmann

Die Bewegtbildnutzung steigt coronabedingt. Aber in Sachen Eigenwerbung ziehen nicht alle der großen Anbieter so mit wie Disney.
Die Bewegtbildnutzung steigt coronabedingt. Aber in Sachen Eigenwerbung ziehen nicht alle der großen Anbieter so mit wie Disney.

424 Minuten täglich nutzen wir Medien, wie die unlängst publizierte 12. Welle der ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudie zeigt. 213 Minuten entfallen auf Bewegtbildinhalte. Darunter fallen Fernsehinhalte im TV sowie Videos in den Sendermediatheken, auf Plattformen wie Youtube oder bei Video-Streamingdiensten. Neun Minuten mehr als 2019 verfolgen wir aktuell Bewegtbild, damit die am intensivsten genutzte Medienform mit einer Gesamt-Tagesreichweite von 86 Prozent.

Top Drei: Nur Disney über Vorjahr

Anbieter wie Walt Disney, Amazon und Netflix profitieren also von der wachsenden Nachfrage nach Bewegtbildinhalten. Aber in Sachen Eigenwerbung kommen nicht alle hinterher, wie ein Blick in das W&V Data-Dashboard der wichtigsten Branchen für die Sparte Film zeigt.

Die drei Genannten führen zwar in der Reihenfolge das Ranking der Top-Werbungtreibenden im Segment Film. Doch nur die Nummer eins, Walt Disney, ist nicht nur bereits auf Vorjahresniveau, sondern hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres das Gesamtbudget für 2019 bereits überholt. In den ersten drei Quartalen investierte Walt Disney hierzulande rund 51,1 Mio. Euro brutto in Werbung. 2019 gesamt waren es 27,8 Mio. Euro gewesen - eine Steigerung schon jetzt um 80 Prozent. Grund für die Offensive ist das neue, paradoxerweise zeitgleich zum ersten Lockdown gestartete Angebot Disney+. So ist Amazon mit einem Budgettopf von 35,5 Mio. Euro brutto für Januar mit September 2020 noch 46 Prozent vom Gesamtvolumen 2019 (66,0 Mio. Euro) entfernt. Netflix müsste angesichts der bislang in Werbung investierten 15,8 Mio. Euro noch 60 Prozent zulegen, um die Vorjahressumme von 39,6 Mio. Euro zu erreichen.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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