W&V Data-Analyse:
Schwacher Start ins Werbejahr 2021

Mit deutlicher Zurückhaltung sind die Werbungtreibenden ins neue Jahr gestartet. In der Bilanz für den Januar liegen die Spendings fast 17 Prozent unter Vorjahr. Das trifft durchwegs alle Medienkanäle.

Text: Christiane Treckmann

Im Januar wurden die Werbespendings überdeutlich zurückgefahren.
Im Januar wurden die Werbespendings überdeutlich zurückgefahren.

Auf rund 2,24 Mrd. Euro brutto beziffert W&V Data-Partner Nielsen die Werbespendings im Januar. Die neuen Zahlen sind ab sofort hier auf W&V Data abrufbar. Der Januar liegt damit um 16,8 Prozent unter dem Januar-Ergebnis 2020. Dort dominierten unter anderem noch das Nachweihnachtsgeschäft und der Tourismus die Spendings – Bereiche, die jetzt mit Blick auf Pandemie und Lockdown so gut wie nicht existieren. Der Start ins neue Werbejahr verlief so mehr als schwach, zumal noch die Dezember-Bilanz hoffen ließ, allmählich wieder auf Vorjahresniveau zu kommen. Die Spendings im Dezember hatten sogar 4,4 Prozent höher gelegen, die Gesamtjahresbilanz 2020 vs 2019 wies einen Rückstand von nur minus 4,4 Prozent aus.

Radio am stärksten betroffen

Der schwächelnde Start hat durch die Bank alle Medienkanäle getroffen. TV mit rund 994,08 Mio. Euro brutto das am stärksten belegte Medium, liegt rund 9,5 Prozent zurück. Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen ist Radio mit minus 44,8 Prozent, am besten kam noch Online (Desktop und Mobile) davon mit einem Rückstand von minus 10,2 Prozent.

Autohersteller fast 60 Prozent unter Vorjahr

Auch der Blick in die großen Branchen geht nur ins Minus: Der Lebensmitteleinzelhandel als stärkstes Segment liegt 3,5 Prozent unter Vorjahr, und auch die Arzneimittelhersteller auf Platz zwei haben die Spendings um rund 10,2 Prozent zurückgenommen – obwohl die Wintermonate die angestammte Hochsaison sind in diesem Segment. Ganz massiv fällt die Bilanz bei den Autoherstellern aus: Hier liegt der Januar sogar um fast 60 Prozent unter Vorjahr.

Auf W&V Data können Sie sich alle Entwicklungen im Detail abrufen, nach Branchen, Werbungtreibenden und Medienkanälen.

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In den interaktiven Dashboards, basierend auf den Nielsen-Zahlen, können Sie die relevanten Werbemarktzahlen abrufen.

Insgesamt finden Sie dort übrigens Auswertungen zu 50 wichtigen Branchen und ihren Top-Playern.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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