Deutscher Werberat:
Sexistische Werbung: Werberat erteilt sechs Rügen

Der Deutsche Werberat hat sechs weitere Rügen erteilt: Und zwar allesamt wegen sexistischer Werbung. Dieses Mal besonders häufig vertreten sind rollende Werbemotive auf LKW-Auflegern und Anhängern.

Text: Markus Weber

Im Fall der RPS Trailer Rental GmbH aus Triptis (Abb. oben) wird beanstandet, dass bei der Fahrzeugwerbung die abgebildete Frau als "bloßes erotisches Objekt auf ihre sexuellen Reize reduziert" werde.

Öffentliche Rügen mit ähnlicher Begründung erhielten darüber hinaus "Thomas Brunner Welt der Haustechnik" aus Massing (für den Werberat ein alter Bekannter), Bettina Hotz Spedition aus Straubenhardt, der Zimmereibetrieb H. Meyer & Sohn aus Greven, Spedition Möschner Möbeltransport aus Hallbergmoos und Pfannenbeschichtungen.de Sand & Stein aus Neunkirchen. Im letzteren Fall kritisiert der Rat die "Herabwürdigung der Frauen zu einem bloßen Gebrauchsobjekt".

So wirbt die Zimmerei H. Meyer & Sohn aus Greven im Münsterland.

So wirbt die Zimmerei H. Meyer & Sohn aus Greven im Münsterland.

So wirbt die Spedition Möschner aus Hallbergmoos bei München.

So wirbt die Spedition Möschner aus Hallbergmoos bei München.

Werbung der Bettina Hotz Spedition aus Straubenhardt im Schwarzwald.

Werbung der Bettina Hotz Spedition aus Straubenhardt im Schwarzwald.

Öffentlich gerügt werden vom Werberat diejenigen Unternehmen, die trotz Beanstandung durch die freiwillige Selbstkontrolleinrichtung der Werbewirtschaft ihre Werbemaßnahmen weiterhin nutzen. In der Regel folgen die Unternehmen aber dem Votum des Werberats, wie die Durchsetzungsquote von 92 Prozent zeigt.



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.


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