W&V Data-Analyse:
Werbemarkt setzt weiter auf deutlichen Sparkurs

Der Werbemarkt im Februar gibt sich genauso verhalten, wie das neue Jahr gestartet war. Die jetzt auf W&V Data abrufbaren Zahlen zu den Werbespendings weisen ein deutliches Minus von 16,5 Prozent aus.

Text: Christiane Treckmann

Auch im Februar gehen die Werbemarktzahlen nach unten, vor allem bei den Autobauern, wie W&V Data zeigt.
Auch im Februar gehen die Werbemarktzahlen nach unten, vor allem bei den Autobauern, wie W&V Data zeigt.

Auf rund 2,32 Mrd. Euro summieren sich die Bruttospendings im Februar, wie die jetzt auf W&V Data abrufbaren Zahlen zum Werbemarkt zeigen. Das Minus zum Vorjahr liegt mit 16,5 Prozent nur einen Wimpernschlag über dem Rückstand der Januar-Spendings (minus 16,8 Prozent). Allerdings handelt es sich bei den Vergleichsmonaten 2020 noch um die beiden „Nicht-Corona“-Monate. Wirklich valide werden die Vergleiche erst mit den März-Zahlen.

Durch die Bank haben die Medien dadurch im Februar erneut kräftig Federn gelassen. TV bleibt zwar mit einem Anteil an den Werbespendings in Höhe von 46 Prozent der Master-Werbekanal, liegt aber um 8,3 Prozent unter Vorjahr. Selbst die Spendings für Online (Desktop und Mobile) sind um elf Prozent rückläufig. Online hatte sich in den Corona-Monaten lange als einziger Kanal über mehr Werbeeinnahmen freuen können.

P&C erhöht den Werbedruck weiter, Autohersteller halbieren

Wenn ein Unternehmen konsequent auch in der Pandemie mehr in Werbung investiert hat, dann Procter & Gamble. Der hierzulande stärkste Werbungtreibende legt im Februar um 36 Prozent drauf. Auch Lidl, Aldi und Edeka bleiben am Ball mit Budgetsteigerungen um die fünf Prozent, Rewe dagegen hat den Werbedruck runtergefahren.

Natürlich fehlen Corona-bedingt zum Jahresstart die Werbespendings aus der Tourismusbranche. Sie hatten ansonsten in den ersten Monaten, wenn mit schöner Regelmäßigkeit die großen Jahresurlaubsreisen gebucht wurden, Hochkonjunktur. Schmerzhaft ist aber auch der Sparkurs der Autohersteller. Keiner von ihnen findet sich im Februar unter den Top Ten der Werbungtreibenden. Ihr Volumen liegt im Februar bittere 59 Prozent unter Vorjahr. Hier wird der März zeigen, was von der angestammten Frühjahrswerbeeuphorie rund um neue Modelle noch übrigbleibt.

W&V Data: Exklusive Zahlen, Daten, Fakten für Ihr Business

Wenn Sie wissen wollen, wie die anderen Unternehmen werben und wie sich überhaupt aktuell die Werbespendings entwickeln, gucken Sie doch mal auf W&V Data vorbei.

In den interaktiven Dashboards, basierend auf den Nielsen-Zahlen, können Sie die relevanten Werbemarktzahlen abrufen.

Insgesamt finden Sie dort Auswertungen zu 50 wichtigen Branchen und ihren Top-Playern.

Jetzt W&V Data kostenlos nutzen!



Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


Mehr aus