Dirk Reinbothe, Nielsen

Schon seit 2004 steht Dirk Reinbothe in Diensten von Nielsen. Der Direktor Media Deutschland sieht reichlich Wachstumspoten­zial für die kommenden Jahre.

Der Ausbau der Medien-Coverage ist eines der wichtigsten ­Themen. Und vielleicht auch eines der schwierigsten. Immer neue Werbeträger und Kanäle ergänzen das ­bestehende Angebot. Während bei traditionellen Medien wie Print oder auch TV um die 90  Prozent Abdeckung erreicht werden, sind die Herausforderungen bei digitalen Medien weitaus größer. Denn um wirklich alles erfassen zu können, braucht es auch die großen, internationalen ­Akteure wie Facebook und Google mit ihren geschlossenen Plattformen. Doch die zieren sich. Nielsen versucht hier als international agierendes Unternehmen anzusetzen und nutzt zudem im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben technische Mittel, um zu validen Angaben zu kommen. Angestrebt wird eine kontinuierliche Optimierung und eine Abdeckung von 80 Prozent. Bei Youtube ist dieser Wert schon erreicht. Eine „Punktlandung“ allerdings schließ Dirk Reinbothe aus. Auch wenn ein Team nur damit beschäftigt ist, die Zahlen zu optimieren.

Parallel dazu wird kontinuierlich die Datentiefe erweitert. So erfasst Nielsen beispielsweise bei einer Printanzeige auch die Größe, die Werbeform oder die Dauer der Schaltung. Ebenfalls im Fokus seit geraumer Zeit: Inhalt und Kreation. Ein separates Team kümmert sich darum und analysiert die Daten um Kunden Handlungsempfehlungen geben zu können. Auf Wunsch auch international. ­Data-Insights, sagt Reinbothe, ist ein Bereich, der stark wächst und weiter an Relevanz gewinnt.

Ein weiteres Kernthema von Nielsen ist die Datenverfügbarkeit. Kunden sollen in der Lage sein, Daten individuell für ihre Belange zu nutzen, mit Zugriff in Echtzeit und um diese in bestehende Systeme zu integrieren. Denn Daten sind der Rohstoff der Zukunft. 


Autor:

Peter Hammer
Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.