Nach Angaben von xHamster geht es ihnen darum, eine "einheitlich und wirksame Lösung zur Beschränkung des Zugangs von Kindern zu Pornos zu erörtern". xHamster, das wie viele andere Pornoanbieter seinen Sitz auf Zypern hat, prüfe derzeit verschiedene Konzepte zur Verbesserung des Jugendschutzes. Man stehe dazu auch mit der zypriotischen Medienaufsichtsbehörde in Kontakt.

Die Medienaufseher wollen die Pornoanbieter dazu verpflichten, ihren Angeboten eine wirksame Altersverifikation vorzuschalten. Gegen mehrere weitere Pornoanbieter ist dazu noch ein Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster anhängig. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte der Landesanstalt für Medien NRW in erster Instanz Recht gegeben.

Mirko Vossen von der Kommission für Jugendmedienschutz in Berlin sagte, dass sich inzwischen eine technische Lösung anbiete, die den Pornoanbietern den Schritt erleichtern könnte: die biometrische Alterskontrolle mittels Künstlicher Intelligenz. Eine entsprechende Altersverifikation sei von den Medienanstalten inzwischen positiv bewertet worden. Sie kommt ohne Ausweispapiere aus.

Die Pornoindustrie befürchtet Reichweiteneinbrüche, wenn Nutzer für den tabubehafteten Pornokonsum gezwungen wären, zwecks Alterskontrolle ihre Daten einzugeben. Die neue Generation der Alterskontrolle kommt ohne aus: Die Programme könnten anhand des Gesichts des Nutzers dessen Volljährigkeit prüfen und erkennen.