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Christoph Pietsch:
Grey holt 29-Jährigen in die Geschäftsführung

Mit gerade mal 29 Jahren wird Christoph Pietsch von der Agentur­ Grey in das ­Gremium der Geschäftsführung berufen. Er ist der Jüngste in der ­Runde - und ein Ausnahmetalent.

Text: Brigitte Bauer

28. September 2015

In etwa einem Monat wird Christoph Pietsch 30 Jahre alt. Kurz vor seinem Geburtstag hat ihm Dickjan Poppema, CEO von Grey, ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Er beruft das junge Talent in den Kreis der Geschäftsführung. Von Oktober an ist Pietsch damit der Jüngste innerhalb der Grey-Führung - und er soll die Agentur gut vermarkten.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde Pietsch zum Executive Director Group Marketing & Business Development befördert. Poppema beschreibt ihn als "umtriebig und innovativ." Pietsch habe in der Vergangenheit erfolgreich unkonventionell gearbeitet. Alt gelernte Vertriebswege und Strategien denke er neu. Der 29-Jährige selbst spricht ganz bescheiden von seiner Rolle: Sein Ziel sei nicht mit einer neuen Zeile auf der Visitenkarte erreicht. "Jetzt geht meine eigentliche Arbeit erst los." So hofft er, die derzeit positive Situation Greys nutzen zu können. Die Agentur räumte in Cannes den Grand Prix in der Kategorie Radio ab und verzeichnete lukratives Neugeschäft. Neben TLC, DKMS, Generali, Tirendo und Bosch hat Grey kürzlich Tillman’s Toasty überzeugt.

Daran war Pietsch maßgeblich beteiligt. Er spricht bei den Unternehmen vor und überzeugt sie von der Marke Grey. Er räumt ein, dass so mancher Marketer erst einmal stutzt, wenn er den jungen Herrn das erste Mal trifft. Doch gerade die Leidenschaft, mit der Pietsch über Grey spricht, zeigt den Kunden, dass sie bei ihm richtig sind. "Die Identifikation mit seiner Marke ist der höchste Wert, den man als Mitarbeiter erreichen kann", sagt er. Erst wenn man sich nicht mehr als Arbeitnehmer fühle, sondern als verantwortungsbewusster Unternehmer verstehe, bekomme man neuen Antrieb, sagt der Manager. In seiner Position soll Pietsch die Business-Development-Aktivitäten professionalisieren. Er will Grey zu einem Markensystem machen, das intensiv mit Menschen, Unternehmen und Communitys interagiert. Durch Veranstaltungen und eine Alumni-Community soll die Agentur für Kunden sichtbarer und attraktiver werden.

Pietsch ist ein Agentur-Eigengewächs und bereits seit neun Jahren für Grey tätig. Er erhielt damals ein Stipendium. Von erfahrenen Ex-Grey-Werbern wie Frank Dopheide und Uli Veigel geprägt, erarbeitete er sich sein eigenes Verständnis von Grey als Marken­system. Das will er nun als neues Mitglied der Geschäftsführung umsetzen.


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Autor: Brigitte Bauer

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