Die Zahl der Verletzen durch Unfälle mit Trams, Zügen und U-Bahnen ist in Australien alarmierend hoch. Dies nahm McCann Melbourne zum Anlass, einen tragikomisches Musikvideo zu kreieren. Es zeigt knubbelige Comic-Figuren, die durch die unmöglichsten Unfälle zu Tode kommen - eben "Dumb ways to die". Das Video verzeichnet derzeit 49 Millionen Klicks auf Youtube. Und senkte die Zahl der Unfälle mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Australien um 21 Prozent. Mit klarer Mehrheit entschließt sich die Jury dazu, einen Grand Prix zu vergeben (ein Video-Interview mit dem verantwortlichen Kreativchef John Mescall finden Sie hier). 

Mirko Kaminski vertritt Deutschland in der PR-Jury und ist mit dieser Entscheidung mehr als einverstanden: "Bei dieser Arbeit hat die Agentur verstanden, wie die Zielgruppe tickt und tatsächlich eine deutliche Änderung im Verhalten bewirkt." Die Ausbeute deutscher Agenturen sei vielversprechend, sagt er. Auf die Frage hin, warum sich - wie auch im Vorjahr - klassische PR-Agenturen mit Löwen immer noch schwer tun, antwortet er: "PR-Agenturen sind traditionell zurückhaltend. Ein Löwe in Cannes hat für sie deutlich weniger Stellenwert als etwa für eine Kreativagentur". Tatsächlich sind PR-Agenturen 2013 nur im Gespann mit Werbeagenturen erfolgreich. Zu Unrecht wie Kaminski findet. "PR-Agenturen könnten in Cannes viel erfolgreicher sein, wenn sie ihre Arbeiten besser verpacken und einreichen würden." Auch mit seiner Hamburger PR-Schmiede Achtung will er 2014 das Engagement bei Kreativwettbewerben ausbauen.

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