Außenwerbung | | von Katrin Otto

Plakadiva 2015: Die Sieger

Der Fachverband Außenwerbung (FAW) kürt mit der Plakadiva die besten Out-of-Home-Kampagnen des vergangenen Jahres. Gold ging an Adidas für die beste Mediastrategie. Die beste Kreation reichte Fritz-Kola ein. Sieger in der Kategorie innovative Nutzung wurde das Land Sachsen-Anhalt. Rund 700 Gäste kamen zur Preisgala ins Düsseldorfer Capitol Theater.

Insgesamt zehn Preisträger durften eine Plakadiva mit nach Hause nehmen. Bewertet wurden die Kategorien Kreation, innovative Nutzung und Mediastrategie.

Als Sieger in der Köngisdisziplin, der Kategorie Mediastrategie, vereint Adidas gleich alle drei Kriterien. Die Kampagne "All in or nothing", die während der Fußball WM 2014 lief, wurde besonders für die ausgefeilte Medienvernetzung ausgezeichnet. Adidas setzte auf Social, Digital und Out-of-Home. Dabei erfolgte die Aussteuerung über die digitalen OOH-Kanäle fast in Real-Time. "Ein Novum in der Außenwerbung", so die Jury. Verantwortliche Agenturen sind TBWA, Carat und der Spezialmittler Posterscope.

Der zweite Platz ging an Twentieth Century Fox of Germany mit den Agenturen Vizeum und Posterscope für ihre Kampagne zum Kino-Remake "Planet der Affen". Bronze gewann Ortel Mobile mit der Kampagne "Wir sprechen eine Sprache". Die Jury prämierten den Mobilfunkanbieter und die Agenturen Carat und Posterscope für die besten Zielgruppen-Insights dank der optimalen Auswahl von Touchpoints.

Die beste Kreation lieferte der Softdrink-Hersteller Fritz-Kulturgüter mit seiner Werbung "Hauptsache wach". Die Agentur Rocket & Wink inszenierte die Marke Fritz-Kola ausschließlich in schwarz-weiß Motiven rund um den Claim "viel viel Koffein". Die Kampagne sei optimal auf die Zielgruppe ausgerichtet und ein handwerkliches Meisterwerk, so die Jury. 

Ein Sonderpreis in Gold ging an das "Fading Portraits Projekt". Für die Social-Kampagne von Amnesty International machte ein Berliner Künstler mit auf die Straße gemalten wasserlöslichen Bildern von Vermissten auf das Verschwinden von politisch Verfolgten aufmerksam. Verantwortliche Agentur ist Preuss & Preuss

Silber in der Kategorie Kreation ging an BMW und die Agenturen Serviceplan Campaign, Mediaplus und Jost von Brandis. Der Automobilhersteller bewarb den BMW X4 mit einem Plakat aus speziellen Leuchtkästen. Eine ungewöhnliche Umsetzung, die die Dynamik des X4 aufmerksamkeitsstark inszenierte, befand die Jury. Den dritten Preis vergab der FAW an Coca-Cola. Ogilvy & Mather, Mediacom und Kinetic haben für die Marke Fanta Guerilla-Ad-Brandwände kreiiert. Gar nicht klassisch, aber mit viel Mut und künstlerischem Appeal, lobte die Jury.

Gold in der Kategorie Beste Innovative Nutzung gewinnt das Land Sachsen-Anhalt. Die Agenturen Interone und Ketchum Pleon entwickelten für das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Deutschlands erste WhatsApp-Kampagne zur Studieninfo. Die Ansprache sei ideal auf die Abiturienten abgestimmt durch die Belegung von OOH-Flächen rund um Gymnasien in Verbindung mit dem kostenfreien WhatsApp, so die Begründung für den Sieg. 

Gelungene Interaktion zeichnet auch den zweiten Platz in der Kategorie aus. Die Shoppingplattform Ebay präsentierte sich auf digitalen OOH-Screens im unmittelbaren Wettbewerbsumfeld. Preise und Verfügbarkeiten der Produkte wurden dabei laufend aktualisiert. Die Agenturen Add2, Mediacom und Kinetic kamen so auf 116 Millionen Bruttokontakte.

Bronze gewann Lufthansa für die Kampagne "Markenimpulse Flughafen". Die Agenturen Mindshare, Kolle Rebbe und Kinetic installierten Automaten am Flughafen mit Taschentüchern, Einweg-Beuteln und individuell bedruckbaren Plakaten. Damit sei die Botschaft "Non-stop you" gut platziert und habe den Fluggast emotionalisiert, so die Jury.

Insgesamt 300 Einreichungen haben sich um die Plakadiva beworben. 25 Kampagnen schafften es auf die Shortlist.

Plakadiva 2015: Die Sieger

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