Durchwegs positiv sieht das Geschäft aus - nur der interne Wettbewerb scheint rauer geworden zu sein.
Durchwegs positiv sieht das Geschäft aus - nur der interne Wettbewerb scheint rauer geworden zu sein. © Foto:Aika

| | von Anja Janotta

Positive Bilanz der Aika-Agenturen: Es läuft

Die Aufttragslage ist gut, das Bestandskundengeschäft entwickelt sich positiv - das zeigte eine aktuelle Prognose der Aika-Agenturen. Einziger Schwachpunkt für die Kommunikationsagenturen: Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern gestaltet sich immer schwieriger. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Trendumfrage unter etwa 78 Agenturen des Agenturverbands Aika (Allianz inhabergeführter Agenturen) zusammen mit Sozialforschung-Online.de.

Insgesamt ziehen knapp 60 Prozent der befragten Agenturen ein positives Fazit des vergangenen Geschäftsjahres und bewerten es besser als das Vorjahr. Jeweils 20 Prozent sehen keine Veränderung, bzw. eine Verschlechterung gegenüber 2014. Im Agenturvergleich werde deutlich, so der Verband, dass die inhabergeführten Agenturen die Geschäftsentwicklung besonders im Bestandskundengeschäft deutlich besser bewerten als die Gesamtbanche.

Von allen Agenturen werden die Konjunkturaussichten und auch die Entwicklungen in den Branchen der Schlüsselkunden überwiegend positiv gesehen. Eine negative Entwicklung scheint es nur beim brancheninternen Wettbewerb zu geben. Knapp 30 Prozent der Befragten befürchten, dass sich die Wettbewerbssituation unter den Agenturen im laufenden Geschäftsjahr noch weiter verschärfen wird. Trotzdem erwarten über die Hälfte, dass sich auch in 2016 die Geschäftsentwicklung noch einmal verbessert.

Bei den Investitionen haben sich die Prioritäten leicht verschoben, im Vergleich zum vergangenen Jahr. Während noch im letzten Jahr 72 Prozent der befragten Agenturen in eine Verbesserung ihres Produkt- und Leistungsspektrums investierten, sind es in diesem Jahr nur noch 62 Prozent. An erster Stelle wird jetzt die Optimierung interner Strukturen und Abläufe (63 Prozent) genannt. Verstärkt investiert wird dagegen in die Erweiterung des Kompetenzspektrums durch neue Mitarbeiter (59 Prozent gegenüber 49 Prozent im Vorjahr).

Genau das scheint nämlich die Krux bei den Agenturen zu sein, der Mitarbeitermangel. Aika-Vorsitzender Carsten Lange jedenfalls sagt: "Die Agenturen sind wieder deutlich zufriedener und blicken zuversichtlicher in die Zukunft. Doch gleichzeitig gestaltet sich die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern immer schwieriger. Hier müssen Agenturen sich wieder verstärkt als attraktive Arbeitgeber präsentieren, sonst werden alle Wachstumsimpulse schon auf den ersten Metern wieder ausgebremst."

Positive Bilanz der Aika-Agenturen: Es läuft

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