Jahreswertung | | von Steffen Konrath

Serviceplan bleibt die Nummer Eins im Kreativranking

In der Brienner Straße in München dürften die Champagnekorken knallen: Platz Eins im W&V-Kreativranking für die Serviceplan-Gruppe. Zum zweiten Mal in Folge. Die größte inhabergeführte Agentur Deutschlands hat damit geschafft, was vor ihr nur Jung von Matt und Springer & Jacoby gelang: Die Titelverteidigung. Auf Platz Zwei folgt - gefährlich nahe aufgerückt - BBDO. Das Network lässt mit Arbeiten für den BUND oder Smart seine kreativen Muskeln spielen und landet nur 80 Punkte hinter dem Klassenprimus aus Bayern.

Zum ersten Mal verleiht die W&V-Redaktion dieses Jahr auch das Prädikat "Agentur des Jahres". Die Auszeichnung wandert in die Vitrine von Heimat, Berlin. Die Werber reihen sich im Ranking zwar "nur" auf Platz Drei ein. Allerdings sticht die Agentur auch außerhalb der Wettbewerbe durch mutige Ideen hervor. Die Kampagne für Otto ist nur das jüngste Beispiel. Nicht nur inhaltlich, auch monetär kann Heimat überzeugen: Der Umsatz steigt um satte 40 Prozent.

Alle Ergebnisse im Detail, ein Interview mit Serviceplan-Kreativchef Alex Schill sowie die Hintergründe zum Ranking lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der W&V.

Online präsentieren wir die wichtigsten Arbeiten der fünf erfolgreichsten Agenturen:

1. Serviceplan

Die Ausbeute der Münchner beruht auf vielen verschiedenen Ideen. Am meisten Punkte, nämlich 456, fährt sie allerdings mit der Einmal-Ausgabe der Zeitung "The Daily Abuse" ein, die sie für den Kunden Innocence in Danger publiziert hat. Darin: Tausende Namen missbrauchter Kinder. Sonst nichts.

2. BBDO

Vor Jahren noch als träges Network belächelt, glänzt die nach Mitarbeitern größte Agentur des Landes dieses Jahr als goldener Zweiter. Allein sieben Cannes-Löwen und auch am meisten Punkte holt sie mit dem "Tree Concert" für den Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND).

3. Heimat

Hip, hipper, Heimat: Kaum eine andere Kreativagentur sticht in den Werbeblöcken der Nation markanter hervor, als die Berliner Denkzelle. Im Ranking trumpft die Truppe um Kreativcheff Guido Heffels vor allem mit Werken für - wen wundert es? - Hornbach auf. Vor allem bei einer Idee fällten viele Juries rund um den Globus ein einhelliges Urteil: Der Hammer.

4. Ogilvy

Eine feste Größe unter den Kreativadressen. In Düsseldorf, Frankfurt und Berlin beheimatet, holt Ogily & Mather Punkte für die Deutsche Bahn, IKEA und nicht zuletzt die Initiative Fürs Leben, für Organspende. Am meisten Punkte gehen aber auf das Konto des Kunden Kontor Records - exemplarisch hier die Arbeit "Back to Vinyl".

5. Kolle Rebbe

Um vier entscheidende Plätze rückt die Hamburger Kreativschmiede von Stefan Kolle und Stephan Rebbe auf. Sie sichert sich einen Platz in den Top Five. Vor allem die kleinen, aber feinen Ideen sind es, die diesen Erfolg möglich machen. Der "Teekalender" für Hälssen & Lyon beispielsweise. Er bringt den Hamburgen 284 Punkte.

Serviceplan bleibt die Nummer Eins im Kreativranking

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