| | von Anja Janotta

Apple malt eigene Maps

Weil Google mit seiner Maps-Anwendung zu präsent auf den Apple-Smartphones war, wird Apple nun für iPad und iPhone eine eigene Karten-Anwendung anbinden. Das soll die Android-lastigen App-Entwickler wieder stärker an die Apfel-Marke binden. Diese und zahlreiche weitere Neuerungen bei Apple-Produkten stellte Apple-Chef Tim Cooks auf der Entwicklerkonferenz WWDC vor.So etwa das ultradünne Macbook Pro mit der sogenannten "Retina"-Display, das Update iOs 6 für iPad und iPhone, eine verbesserte von Sprachassistentin Siri sowie einer bessere Vernetzung mit Facebook. Allerdings: Die viel erwartete Apple-Glotze war nicht unter den vorgestellten i-Produkten.

Den Videotelefonie-Dienst Facetime wird man erstmals auch im Mobilfunk-Netz nutzen können - bisher war die Funktion auf WLAN-Netze beschränkt. Und Apple hat einige Bezahlfunktionen eingebaut: Die App Passbook bündelt an einem Ort Boarding-Karten, Kino-Tickets oder Treue-Karten. Die Kinovorstellung ist mit einer Termin-Erinnerung verknüpft. Ein Wisch, und das Ticket mit QR-Code erscheint. Die Bord-Karte zeigt, wenn sich das Abflug-Gate ändert.

Auch die neuen Apple-Karten sollen besser mit anderen Diensten verknüpft sein: Stau-Anzeige, Navigations-Anweisungen, Integration mit Siri. Google stellte die Karten für die mobilen Apple-Geräte seit dem Start des iPhone im Jahr 2007. Im Konkurrenzkampf mit Google musste Apple nun eine eigene Maps-Anwendung entwickeln.

Konzernchef Tim Cook startete seine Präsentation mit Zahlen, die die Stärke von Apple demonstrieren sollen: Der Konzern hat in seinen App Stores inzwischen 400 Millionen Kunden in bald 155 Ländern. Mittlerweile sind 650.000 Apps entwickelt worden, 225.000 sind iPad-kompatibel. Apple zahlte bisher fünf Milliarden Dollar an Software-Entwickler aus, insgesamt wurden 30 Milliarden Apps heruntergeladen. Der Apple-Nachrichtenservice iMessage - Konkurrenz für die SMS und andere Messaging-Dienste - hat 140 Millionen Nutzer, die jeden Tag eine Milliarde Kurzmitteilungen verschicken. Jedes zweite Twitter-Foto komme von iOS-5-Geräten. dpa/aj

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