Watchever | | von Petra Schwegler

"Bild Movies": So greift Springer TV-Sender mit Video-Streaming an

Jetzt macht Springer Pay-TV- und Video-on-Demand-Anbietern mit Hilfe eines neuen Vivendi-Angebots im Fictionbereich Konkurrenz: mit dem Video-Streaming-Service "Bild Movies". Die Online-Portale Bild.de und Computerbild.de starten dabei in Kooperation mit dem Online-Video-Service "Watchever" von Vivendi ein neues kostenpflichtiges Unterhaltungsangebot – "eine einzigartige Flatrate für Serien und Filme", heißt es dazu am Mittwochmorgen von Springer. "Für nur 8,99 Euro im Monat haben User unbegrenzten Zugriff auf mehrere Tausend Filme und Serien in HD-Qualität, darunter Blockbuster, Arthouse-Filme, komplette Staffeln vieler US-Serien sowie Familien- und Kinderfilme", so der Medienkonzern, der sich gerade auf dem Weg hin zu mehr Internationalisierung in eine europäische AG umformt. Gezeigt werden Serien-Highlights wie "Two and a Half Men", "The Tudors", "Sex and the City", "Breaking Bad" oder auch "Vampire Diaries" sowie Blockbuster wie Iron Man" oder "Pulp Fiction".

Ab sofort ist das Ganze bei Bild.de abzugreifen, ab Samstag integriert auch Computerbild.de das Angebot von "Watchever". Zum Start können User den Video-Streaming-Service 30 Tage kostenfrei testen und bekommen anschließend zwei Monate zum Preis von einem. Danach greift das Flatrate-Abo für 8,99 Euro im Monat - ein echter Kampfpreis im Segment. Dieses sei jederzeit kündbar, versichert Springer. Stefan Betzold, Director Product bei Bild digital, gibt sich angriffslustig: "Mit dem Angebot 'Bild Movies in Kooperation mit Watchever' schließen wir eine Marktlücke in Deutschland - eine Flatrate mit unbegrenztem Zugriff und Offline-Funktion hat bis jetzt gefehlt."

 

Daneben startet Vivendi den Dienst auch unter watchever.de. Die Domains mit den Endungen .co., uk, .fr und .com sind ebenfalls reserviert. Angesichts der langen Medienhistorie und der Finanzkraft des französischen Großkonzerns bleibt Watchever sicher nicht auf die "Bild"-Kooperation beschränkt. Reagieren müssen also auch die Konkurrenten wie iTunes (Apple), Videoload (Telekom) und Maxdome (ProSiebenSat.1), die allesamt auf komplexere oder - wie im Fall von Apple - massiv auf Einzelabrufe setzen.  Zumal sich der Service nicht nur auf Streaming via PC beschränkt. Der Stream läuft nicht nur auf allen Geräten - PC, Mac, iPhone, Tablets oder Smart-TV's, sondern auch offline auf mobilen Geräten. Das heißt, die Inhalte können auch über die App "Watchever", die es bei iTunes oder Google Play gibt, heruntergeladen werden, um Filme beispielsweise im Auto anzusehen. Alle Serien und Filme sind nach Konzernangaben in deutscher Sprache und in Originalversion verfügbar. Mit Hilfe des "Watchever"-Profils können User Inhalte bewerten, merken und empfehlen. Für Eltern hat die Offerte eine Kinderschutz-Funktion eingebaut.

Erst im Herbst haben Seriensender gezuckt, als diverse Produktionshäuser den Start eigener Channels auf YouTube verkündet haben. Diverse Studien halten seit Jahren fest, dass der Kampf um Zuschauer für die TV-Anbieter durch derartige Streaming-Services immer härter wird. Nun mischt also auch die Marke "Bild" im lukrativen Serien-Bewegtbildsegment mit... 

ps/lp

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