Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ | | von Sebastian Blum

Japanische Bank befördert Roboter zum Kundenberater

Seine Name ist "NAO" und er möchte mit Ihnen über Geld sprechen: Das japanische Geldinstitut Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ lässt erstmals einen Roboter im Kundenservice arbeiten. Der Techno-Banker muss sich jedoch noch bewähren. Aktuell arbeitet "NAO" in zwei Filialen der Tokioter Großbank.

Der humanoide Kundenberater ist indes kein gebürtiger Japaner: "NAO" kommt ursprünglich aus Paris und ist das geistige Kind der französischen Firma Aldebaran Robotics, die dem japanischen Telekomriesen Softbank gehört. Ausgestattet mit einer Stirn-Kamera kann der Roboter anhand des Gesichtsausdrucks und der Stimme die Stimmung des Kunden erkennen. Im Beratungsgespräch ist "NAO" zudem nicht nur aufgrund seiner 25 beweglichen Gelenke äußerst flexibel: Der Humanoide beherrscht insgesamt 19 Sprachen.

Neben dem PR-Effekt hat der Roboter für das Geldinstitut jedoch einen weiteren Zweck. Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio soll der neue Mitarbeiter eine steigende Anzahl ausländischer Kunden abfertigen. Ob diese - zugegeben ein wenig unpersönliche - Strategie aufgeht, muss sich indes zeigen. Für die Deutsche Bank und die Commerzbank wäre "NAO" zumindest aus Image-Sicht eine Alternative: Der Marktwert beider Institute ist durch Finanz-Manipulationen menschlicher Mitarbeiter zuletzt abgestürzt. 

Im Gegensatz zu Deutschland sind Roboter in Japan keine Einzelerscheinung: Erst vergangenen Oktober stellte Nestlé Japan mit dem Humanoiden "Pepper" seinen neuesten Mitarbeiter vor. Der Kaffee-Roboter stammt ebenfalls aus dem Hause Aldebaran Robotics. (via Werbewoche

     

Japanische Bank befördert Roboter zum Kundenberater

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