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Facebook gibt den Nutzern nun mehr Möglichkeiten, ihre Gefühle auszudrücken.
Facebook gibt den Nutzern nun mehr Möglichkeiten, ihre Gefühle auszudrücken. © Foto:Facebook

Mark Zuckerberg | | von W&V Online

"Like"-Button-Alternativen: Facebook führt fünf Emojis ein

Der Tod von David Bowie, die Terroranschläge von Paris oder ein Flugzeugabsturz - unter solchen Meldungen wollen viele Facebooknutzer nicht ein "Gefällt mir" hinterlassen. Die Kritik am "Like"-Button ist gefühlt so alt, wie die Plattform selbst. Jetzt ändert sich etwas: Facebook hat weltweit zusätzlich fünf neue Symbole eingeführt. Sie stehen unter anderem für Mitgefühl, Wut oder Freude. 

Die "Facebook Reactions" sehen wie typische Emojis aus. Damit löst das weltgrößte Online-Netzwerk die Ankündigung von Gründer und Chef Mark Zuckerberg ein, der Mitte September Alternativen zum "Gefällt mir"-Knopf angekündigt hatte. Damals war noch von sechs Symbolen die Rede, die schließlich ein Jahr lang getestet wurden (siehe Film unten).

Die neuen Symbole stehen für Liebe (ein Herz), Lachen (ein entsprechendes Emoji-Symbol mit der Bezeichnung "Haha"), Überraschung ("Wow"), "Traurig" (Gesicht mit Träne) und "Wütend" (rot im Gesicht). Zur Begründung für die Auswahl hatte Facebook unter anderem darauf verwiesen, dass es zum Beispiel problematisch sei, unter einem Trauer-Eintrag ein "Gefällt mir" anzuklicken. 

Die Nutzer bekommen die "Facebook Reactions" sehen, wenn sie auf dem Smartphone einen "Like"-Button lange gedrückt halten oder mit dem Mauszeiger darüber gleiten. Von den ursprünglichen Vorschlägen wurde das Zustimmungs-Symbol mit dem Untertitel "Yay" am Ende nicht umgesetzt. (mit dpa)

Today we’re launching a pilot test of Reactions — a more expressive Like button. As you can see, it’s not a “dislike” button, though we hope it addresses the spirit of this request more broadly. We studied which comments and reactions are most commonly and universally expressed across Facebook, then worked to design an experience around them that was elegant and fun. Starting today Ireland and Spain can start loving, wow-ing, or expressing sympathy to posts on Facebook by hovering or long-pressing the Like button wherever they see it. We’ll use the feedback from this to improve the feature and hope to roll it out to everyone soon.

Posted by Chris Cox on Donnerstag, 8. Oktober 2015
"Like"-Button-Alternativen: Facebook führt fünf Emojis ein

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Top oder Flop? Die neuen Facebook-Buttons aus Werbersicht

von Sebastian Blum

Seit Mittwoch ist es soweit: Facebook hat den "Like"-Button entstaubt und bietet zusätzlich fünf neue Symbole. Dass sich mit diesen Emojis Gefühle wie Wut, Mitgefühl oder Freude ausdrücken lassen, beschäftigt derzeit manchen Nutzer. Begehrlichkeiten sollten die neuen Symbole jedoch vor allem bei den Werbungtreibenden wecken: Der User kann jetzt auf "Wow", "Love" oder "Sad" klicken, seine Entscheidung macht ihn für Marken noch durchschaubarer. Eine Targeting-Möglichkeit sondergleichen könnte man also meinen - doch Facebook sperrt dem einen Riegel vor.

Denn bezüglich "Facebook Reactions" verfolgt die Plattform laut Nachrichtenagentur Reuters vorerst folgende Politik: Bei der Werbung, die im Newsfeed der Nutzer erscheint, macht Facebook noch keinen Unterschied zwischen den einzelnen Bewertungen. Ob Wut oder Mitgefühl - jeder Emoji-Klick wird als Like gewertet. Facebook verschiebt die Feinjustierung seiner Analyse-Tools auf später und verweist auf seine üblichen Posting-Tipps. Für Werbungtreibende bedeutet das: Die Zielgruppenansprache funktioniert mit Blick auf die Facebook-Emojis noch zu ungenau.

Dass Marken dennoch jetzt schon von den neuen Emojis profitieren können, zeigt Chevrolet. Der amerikanische Autobauer hat die Änderung gleich für einen neuen Spot genutzt. Mit "From Like to Love" aus der Feder von Commonwealth/McCann beweist das Unternehmen Reaktionsschnelligkeit. Übrigens: Auf Facebook hat Chevrolet dafür bereits 368 Likes, 121 "Loves", 13 "Wows", vier "Hahas", zwei "Sads" und zwei "Angrys" eingesammelt.

    

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