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Smartphone-Werbung treibt Facebook-Umsatz an
Rund zwei Drittel der Werbeeinnahmen von Facebook stammen aus dem Mobile-Geschäft. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 12,47
Milliarden Dollar. Die Markterwartungen wurden übertroffen - trotzdem herrscht Skepsis unter Anlegern.
Facebook wächst weiter kräftig - vor allem im Mobile-Geschäft. Dank steigender Werbeeinnahmen bleibt mehr Geld in der Kasse, wie die Zahlen für das Schlussquartal 2014 zeigen. Allerdings nehmen auch die Kosten deutlich zu. Facebook-Chef Mark
Zuckerberg hat bereits angekündigt, weiter zu investieren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.
Im Dezember lag die Zahl der monatlichen Facebook-Nutzer bei 1,39 Milliarden - 13 Prozent höher als im Vorjahr. Im besonders wichtigen mobilen Markt kletterte sie um 26 Prozent auf 1,19 Milliarden. Die Zahl der täglich aktiven User nahm zuletzt um 18 Prozent auf 890 Millionen zu. Über das gesamte Schlussquartal betrachtet, blieb der Anteil dieser für Facebook wegen ihres starken Engagements wertvollsten Nutzer im Vergleich zum Vorquartal jedoch konstant bei 64 Prozent. Es ist das erste Mal seit dem Börsengang vor zwei Jahren, dass hier kein Anstieg verbucht wurde.
Trotzdem legten die Werbeeinnahmen um 53 Prozent auf 3,59 Milliarden Dollar zu. Etwa 69 Prozent steuerten die zukunftsträchtigen Anzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones bei. Die für das Tagesgeschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg sagte, sie sehe noch viel Spielraum, um die Einnahmen zu steigern. Bei Videos, auf die Facebook zunehmend setzen wolle, oder beim Fotodienst Instagram befinde man sich erst am Anfang der Monetarisierung.
Im Gesamtjahr 2014 verdiente Facebook 2,94 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 12,47 Milliarden Dollar. Die Markterwartungen wurden übertroffen. Doch die Aktie geriet nachbörslich ins Minus.
Und wie geht es dann weiter? Facebook will in großem Stil in Forschung und Entwicklung investieren, um seine Marktstellung zu behaupten. Der Konzern muss Lösungen finden, um Töchter wie den 3D-Brillenspezialisten Oculus VR oder WhatsApp profitabel zu machen. In Deutschland muss sich Facebook derzeit harten Diskussionen zu den den neuen AGB und dem Datenschutz stellen.
dpa/aj