Facebook ist in Sachen Konsumentscheidung Platzhirsch - bei den Frauen ganz besonders.
Facebook ist in Sachen Konsumentscheidung Platzhirsch - bei den Frauen ganz besonders. © Foto:DigitasLBi

Studie | | von Anja Janotta

Wie die sozialen Medien uns Kunden beeinflussen

Soziale Netzwerke beeinflussen in hohem Maß die Kaufentscheidungen der Deutschen. Bei jedem zweiten Kauf spielen die sozialen Medien eine Rolle, bei den 18- bis 34-Jährigen sogar in 70 Prozent der Fälle. Das zeigt die Studie "Connected Commerce 2015" der Digitalagentur DigitasLBi.

Von den 51,3 Prozent der Kunden, die sich beeinflussen lassen, ist Facebook mit 29,9 Prozent der Nennungen der wichtigste Kanal, dicht gefolgt von Youtube mit 26,5 Prozent der Nennungen. Die Inhalte bei Google+ generieren in rund zehn Prozent der Fälle einen Kaufanreiz. Alle anderen sozialen Netzwerke spielen laut der Studie dabei kaum eine Rolle. Instagram und Twitter sind nur zu vier Prozent beteiligt, Xing zu drei Prozent. Pinterest kommt auf zwei Prozent und Linkedin wie Tumblr auf ein Prozent.

Die Mittel der Einflussnahme sind vielfältig: Klassische Marketingmaßnahmen bilden nach der Studie immer noch die größten Kaufanreize. Dazu zählen klassische Werbeinhalte (34 Prozent) sowie gezielte Promotion und Kampagnen (31 Prozent). Die Statusmeldungen mit Markenbotschaften von Freunden und Bekannten sind in 29 Prozent der Fälle verantwortlich. Die Investition in eine Markenpräsenz in Form einer eigenen Fanpage überzeugt 23 Prozent der Verbraucher vom Produktkauf, wenn gute Inhalte durch das Unternehmen dort ausgespielt werden. Bereits 17 Prozent der Konsumenten vertrauen auf die Meinung von Influencern.

Dabei sind deutliche Geschlechter- und Altersunterschiede festzustellen: Frauen reagieren am stärksten auf klassische Werbeinhalte und Statusmeldungen von Freunden. Hingegen lassen sich Männer von Promotionaktionen und Werbekampagnen verführen. Die jüngeren Verbraucher werden grundsätzlich durch Content in den Statusmeldungen zum Kauf animiert.

Direkt aus dem Netzwerk heraus kauft bislang nur ein Teil. 28 Prozent haben bereits einen Kauf über soziale Netzwerke getätigt. Darunter fallen sowohl direkte Kaufabschlüsse von Premium-Abonnements als auch der Produktkauf über Weiterleitungen in externe Online-Shops. Dabei liegen Facebook mit  zehn Prozent, YouTube mit sechs  Prozent und Google+ mit fünf Prozent weit vor Twitter und Xing mit jeweils zwei Prozent. Jenseits der Messgrenze rangieren Instagram, Pinterest, Tumblr und LinkedIn.

Ist das Produkt erst einmal gekauft, dann wird das auch in den sozialen Netzwerken entsprechend mitgeteilt. Nahezu jeder dritte Verbraucher (28 Prozent) informiert seine Freunde per Status-Update, in der Altersgruppe der 18 bis 34-Jährigen sind das sogar 41 Prozent.

Gutscheine, Rabatte und Treuepunkte bieten starke Anreize für Neulinge, die bislang noch nichts in den sozialen Netzwerken zu ihren Käufen gepostet haben. 28 Prozent fühlen sich dadurch motiviert. Weitere 19 Prozent würden wiederum über ein Schnäppchen informieren und zehn Prozent sehen das reine Teilen zur Information ihrer Freunde als Grund an.

"Die Konsumenten lassen sich mittlerweile sehr gut nicht nur durch verschiedene Werbemaßnahmen, sondern durch eine gelungene Markenpräsenz in Sozial Networks zu Markenfans und treuen Käufern konvertieren. Insbesondere junge Menschen zeigen ein hohes Maß an Interesse an der digitalen Präsenz von Marken und lassen ihr Kaufverhalten durch konkrete Kaufanreize positiv beeinflussen", kommentiert Anke Herbener, CEO von DigitasLBi in Deutschland und der Schweiz, die Studienergebnisse.

Für die Studie der DigitasLBi wurden über 1.000 deutsche Verbraucher zu ihrem Kaufverhalten durch das Marktforschungsinstitut IFOP befragt.

Wie die sozialen Medien uns Kunden beeinflussen

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(2) Leserkommentare

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht