Kokain-Gate | | von Susanne Herrmann

Wie Twitter-Nutzer die Puma-Kampagne sabotierten

Die Idee war fein: Als Teil der Puma-Strategie "Forever Faster" bot der Sportartikler digital personalisierte Autogrammkarten seiner Stars an. Wer auf den Tweet "#Fastergraph @Puma" antwortete, bekam von seinem Lieblingssportler eine Autogrammkarte mit persönlicher Widmung. Doch einige Scherzbolde nutzen das aus - und brachten die Aktion damit rasch zu Fall. Denn die Personalisierung erfolgte über den Twitternamen. Den aber änderten einige Nutzer kurzzeitig in "Cocaine" oder "I spread Ebola" - und das kam dann dabei heraus:

Puma hat die Kampagne, die erst am Montag, den 18. August anlief, nun beendet. Die Resonanz war dennoch groß: Die Twitter-Trendlisten mehrere Länder führten #Fastergraph bereits nach wenigen Stunden als eines der Top-Trend-Themen des Tages an. Puma selbst gab gegenüber dem Magazin "Stern" an, dass etwa 40.000 User mitgemacht hätten. Einige der nicht anstößigen Motive sind hier zu sehen.

Die an sich schlaue Aktion ist Teil der weltweiten neuen Puma-Kampagne "Forever Faster", die vor dem Offline-Start  bei Twitter mit einer neuen Werbeform begann: Erst nach ausreichend Shares wurde der Spot enthüllt. Gemeinsam mit JWT New York fiel der Startschuss für die laut Puma bislang größte Marketingoffensive der Unternehmensgeschichte Anfang August. Alles dreht sich dabei um die Sportgrößen, die Puma unter Vertrag hat. Darunter Sprint-Superstar Usain Bolt, die Fußballer Marco Reus, Mario Balotelli, Sergio Aguero und Marta Vieira da Silva, die Golfer Rickie Fowler und Lexi Thompson sowie das Scuderia Ferrari Formel-1-Team. 

Unter dem Markenclaim "Forever Faster" versteht der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach den "Nervenkitzel, der Erste zu sein, auch die Prahlerei, der Beste zu sein, und den Spaß, in der Lage zu sein, sich allem anzupassen". Der Claim beschreibe darüber hinaus die neue Unternehmensmentalität. Denn Puma wolle künftig Trendsetter sein, der neues Produktdesign, Styling und Weiterentwicklungen schneller identifiziert und auf den Markt bringt (W&V berichtete).

Wie Twitter-Nutzer die Puma-Kampagne sabotierten

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