Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern sind die Menschen optimistisch gestimmt.

Jüngere wollen sich etablieren – Ältere haben Angst, den Anschluss zu verlieren

Egal ob Generation Z (18-22 Jahre) oder Babyboomer (55-65 Jahre) - beide Gruppen hadern mit ihrem Alter: 44 Prozent der 55- bis 65-Jährigen fühlen sich durch diesen Faktor eingeschränkt, einen aktiven Lebensstil zu führen und im Job voranzukommen. Insbesondere bei denen, die ein sicheres Arbeitsverhältnis als wichtig erachten, ist die Sorge da, Unternehmen könnten jüngere Bewerber bevorzugen.

Die 18- bis 22-Jährigen empfinden dagegen fehlende Arbeitserfahrung (21 Prozent) sowie fehlende Führung und Orientierung (11 Prozent) als Herausforderungen. Das wiederum führt zu einem Mangel an Selbstvertrauen (24 Prozent), der für sie insgesamt die größte Hürde darstellt.

Weil die Generation Z sich auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu etablieren versucht, sind ihr einige Punkte wichtiger als der älteren Generation: Jobsicherheit (40 vs. 27 Prozent), Zugang zu Bildung (25 vs. 7 Prozent) und die Erweiterung des beruflichen Netzwerks (14 vs. 5 Prozent) stehen hier ganze vorne.

"Weil wir immer früher in den Beruf einsteigen und später in Rente gehen, wird der Arbeitsplatz zunehmend zum Schmelztiegel der Generationen. Nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Arbeitgeber stellt das eine Herausforderung dar. Gleichzeitig bieten sich große Chancen: Vom Erfahrungsschatz der Babyboomer können nachfolgende Generationen immens profitieren – und die Generation Z bringt wertvolle neue Ideen in das Unternehmen", sagt Wittmann.

Die Deutschen sind Europameister im Keine-Zeit-Haben

Aber was hindert Menschen daran, ihre Wünsche zu verwirklichen? Während global gesehen Geldmangel das größte Problem darstellt, fehlt es hierzulande vor allem an einem: Zeit (23 Prozent). In keinem europäischen Land ist das Problem größer.

In diesen Kontext passt eine weitere Abweichung vom globalen Trend: Weltweit ist die Mehrheit der Menschen (81 Prozent) überzeugt, dass man hart arbeiten muss, um seine Ziele zu erreichen. Wenn die Verwirklichung der eigenen Wünsche aber oft an Zeitmangel scheitert, dann wäre noch härtere Arbeit hier erst recht kontraproduktiv. Entgegen aller Klischees betonen hierzulande deshalb nur 58 Prozent den Wert dieses Faktors.


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Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.