Verlags-Akquise | | von Susanne Herrmann

Die 12 schrägsten Abo-Prämien

Uhren, Wein, Einkaufskörbe, Topfsets, Gartengeräte, Spielwaren, Einkaufsgutscheine - die Liste der Belohnungen, die Verlage und Vertriebsagenturen für den Abschluss eines Abonnements anbieten, ist schier endlos. Weniger endlos das Vertrauen der Verlage in ihre Produkte: Dass ein Leser sie abonniert, weil er sie gern regelmäßig lesen möchte? Offenbar nicht ...

Bei den Prämien ist folgerichtig für jeden etwas dabei. Manche Prämien werden erst durch die Kombination mit dem zugehörigen Titel schräg. Hin und wieder stößt man aber auch auf Produkte, die doch wirklich keiner braucht - oder? Hätten Sie diese Sachen auch gekauft, wenn es nicht ein Abo obendrauf gäbe? Wenn Sie also eines dieser Sachen bei jemandem herumstehen oder -hängen sehen: Hey, neues Zeitschriftenabo! Und dazu ein witziges, vermeintlich praktisches oder einfach nur unmögliches Teil, das bald in der hintersten Ecke des Küchenschranks, im Keller oder auf dem Flohmarkt landet.

Die 12 seltsamsten Abo-Prämien    

Der Post-Leserservice vermarktet zahlreiche Magazintitel verschiedener Verlage - und lobt dafür Prämien aus, die je nach Abo-Kosten unterschiedliche Zuzahlungen erfordern. Darunter den Fruit-Icer (zweimal lustig, dann ganz oben links im Küchenschrank?) ...

... und Totenkopf-Lautsprecher "Aero Skull Nano": Ja, die sind wirklich abgefahren. Und sonst?

Je kleiner die Prämie, desto weniger nötig hat es das Blatt - dieses Gesetz scheint bei einigen Titeln angewendet zu werden. Oft heißt es aber "hochwertiges Heft, hochwertige Prämie". Wo das nicht zusammengeht, liegt es oftmals am Abo-Preis. Wenn das Jahresabo günstig ist oder die Abo-Laufzeit kurz, fällt das Geschenk ein bisschen spartanischer aus. Wir wollen also den Machern von "Landlust" an dieser Stelle nicht unterstellen, dass sie auf Abonnenten pfeifen, wenn sie ihnen ein Brillenetui aus Filz anbieten.

 

Die "Taz" hat bei der Auswahl ihrer Prämien-Produkte mindestens genauso gut darauf geachtet, dass sie gut zur Marke passen. Ausgefallen: Das "saubere Licht" - und die Fahrradklingel, "nicht zu überhören", zielt auf das Motto fast jeder Zeitung. Die werden auch nicht gern überhört.

So ähnlich ist es auch beim ebenfalls linken "Freitag" - alles passt zu den Lesern, wie man sie sich vorstellt. Einzig diese Prämie hier überrascht: Selbst wer an das Solidarprinzip und die Idee des Teilens glaubt, hat Angst, dass man ihm sein Fahrrad klaut. So kommt auch noch der Sozi zu einem "Tresor".

 

Eltern sind so ein bisschen Retro unterwegs. Oder warum bietet "Nido" (Gruner + Jahr) Walkie Talkies im Abo-Prämien-Paket?

Der Vertrieb Burda Direct (verkauft Titel aller großen Verlage) schenkt Ihnen einen Xcite Quadrocopter, wenn Sie einen Titel wie "Focus", "Bunte", "Playboy", aber auch "Gong", "Chip", "Geo" oder die "Bild"-Zeitung abonnieren. Einmal steigen lassen, eingemottet.

Ein wenig mehr Praxisbezug, aber selten im täglichen Einsatz: der Maxxcuisine-Julienne- und Spiralschneider im Vertrieb von Burda Direct. Vor allem für 14-tägliche Magazine im Angebot.

Und apropos sinnlose Küchengeräte: Wir waren uns wirklich wirklich sicher, dass die Joghurtmaschinen seit 20 Jahren ausgestorben sind. Doch tauchte dieses Modell wieder auf, als wir nach einer Abo-Prämie für "Das Goldene Blatt" gesucht haben (Funke, Abo via Burda Direct).

Glamour ist immer auch eine Frage der Beleuchtung. Das Teelicht im digitalen Zeitalter aber ein bisschen zu altmodisch - und gefährlich. Dieses bunte Lämpchen lässt sich - puh! - per App steuern, leuchtet in mehreren Farben und kommt zusammen mit dem Titel "Glamour" (Condé Nast) ins Haus.

Bei der Bauer Media Group (vertreibt Titel aller großen Verlage) gibt es "Was dein innerer Buddha dir zu sagen hat" - natürlich zu einem Abo von "Happinez".

 

Neben der Bettwäsche, die eine schlafende Person in eine Prinzessin verwandelt (Bild ganz oben - die Prinzessin kann das leider selbst nicht mal sehen und im "Kleid" auch nicht tanzen), ist aber diese Bauer-Prämie mit die überraschendste: Den "Kranz mit roten Beeren" gibt es unter anderem zur "Astrowoche", "Alles für die Frau", "Cosmopolitan", "Bussibär", "Das neue Blatt" - und "Selbst ist der Mann"! Da hängt er dann ... ob es sich dafür lohnt, das Budget der Abo-Prämie zu verballern?

Klar, das kann unmöglich alles gewesen sein. Ergänzen Sie unsere Auswahl gern über die Kommentarfunktion. Schönheit liegt ja ebenso wie Nutzlosigkeit im Auge des Betrachters. 

Die 12 schrägsten Abo-Prämien

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