BrainJuicer analysiert Markenstärke:
Diese TV-Marken sind die bekanntesten
Wer ist der Fernsehsender Nummer eins der Deutschen? Die Marketingberatung BrainJuicer hat's herausgefunden.
ARD, RTL und das ZDF sind für die Deutschen die bekanntesten Sender, kommen aber sehr unterschiedlich beim Publikum an. Die Marketingberatung BrainJuicer hat herausgefunden, welcher Fernsehsender die größte Präsenz in den Köpfen der Deutschen hat und welche Gefühle die Sender bei den Zuschauern auslösen.
Sender "mit hoher Markenstärke", wie es BrainJuicer nennt, sind spontan auch die bekanntesten. In der Studie, die unter 498 regelmäßigen Fernsehzuschauern im Alter von 18 bis 65 Jahren im Oktober durchgeführt wurde, sollten die Teilnehmer in 30 Sekunden so viele Fernsehsender wie möglich aufzählen. 75 Prozent der Befragten nannten spontan Das Erste, gefolgt von RTL (73 Prozent) und ZDF (72 Prozent). ProSieben (45 Prozent) und Sat.1 (55 Prozent) landen dagegen nur im Mittelfeld. Passend zur Präsenz der Sender werden auch die jeweiligen Sendungen genannt: So sind "Tagesschau" (35 Prozent) und "heute" (24 Prozent) die meistgenannten Formate, gefolgt von "Tatort" (15 Prozent), "Sportschau" (13 Prozent) und "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (12 Prozent).
Wenn es um die Emotionen der Zuschauer geht, zeigt sich ein etwas anderes Bild: 48 Prozent der Befragten empfinden bei ProSieben "Überraschung" und "Freude". Dicht dahinter, mit 44 Prozent, der Sender Vox. Bei den Platzhirschen ARD und RTL ist schon eine stärkere Polarisierung zu sehen. So bemängeln bei RTL 18 Prozent die niedrige Qualität. Erstaunlicherweise werden die negativen Gefühle in Verbindung mit dem Rundfunkbeitrag nur beim Ersten geweckt - und nicht beim ZDF. Sehr starke negative Emotionen erntet auch RTL II; 19 Prozent der Befragten empfinden laut BrainJuicer diesen Privatsender als "unseriös" und "niveaulos".
Aber wie sieht es mit der Unverwechselbarkeit der Sender aus? Hierzu haben die Befragten eine eindeutige Meinung: Arte ist mit Abstand der TV-Kandidat, der als am markantesten wahrgenommen wird. Im Gegensatz zum deutsch-französischen Kulturkanal, der künftig ausgewählte Sendungen mit englischen und spanischen Untertiteln ausstattet, sind alle anderen Sender in der Wahrnehmung der Zuschauer eher diffus.
Insgesamt zeigt sich, dass die Öffentlich-Rechtlichen zwar als informativ, vertrauenswürdig und qualitativ hochwertig angesehen werden, aber auch alt und langweilig wirken. Dagegen sind die privaten Sender RTL, Sat.1 und ProSieben zwar vielfältig und abwechslungsreich, werden aber mit niedriger Qualität verbunden.