6 Updates
Manuela Pauker ist Ressortleiterin Medien bei W&V.
Manuela Pauker ist Ressortleiterin Medien bei W&V. © Foto: W&V/Christoph Born

Kommentar von Manuela Pauker | | von Manuela Pauker

"FAZ Woche": Jung und ohne Perspektive

Es ist mal wieder so weit. Ein Verlag will die allgemein als attraktiv geltende Zielgruppe "der jüngeren Leserinnen und Leser" ansprechen. Diesmal ist es die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die die Jugend ins Visier nimmt – genauer: die Leserschaft ab 25 Jahren aufwärts. Die "junge Elite", wie die Verkaufsabteilung der Frankfurter sie nennt. Ihr soll die "FAZ Woche", so der Name des neuen Angebots, die schnelle Einordnung der wichtigsten aktuellen Themen bieten.

Viele Experimente, wenig Erfolg

Ein ehrenwerter und ambitionierter Versuch. Nur: Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit schiefgehen. Denn wenn die letzten, sagen wir, zehn Jahre etwas gebracht haben, dann die Gewissheit, dass die nachwachsende Generation immer weniger Bock auf althergebrachte Darreichungsformen von Informationen hat. Versucht haben es viele Verlage. Geschafft hat es keiner. Oder wo sind sie, die erfolgreichen Vorzeigeprojekte aus jüngerer Zeit? Das letzte größere Experiment dieser Art dürfte die junge Tageszeitung "Xtra" gewesen sein, mit der M. DuMont Schauberg immerhin ein gutes Jahr durchhielt – bis das Projekt Ende 2015 nach anhaltendem Siechtum doch komplett ausgeknipst wurde.

Ist ja auch kein Wunder. Spätestens ab 15 Jahren aufwärts holt sich das junge Publikum seine Informationen digital: aus Blogs, via Whatsapp, Snapchat oder aus der Timeline seiner Social-Media-Angebote. Wann immer ein Vertreter dieser Spezies in den Marktforschungsrunden der Verlage auftaucht, klatschen die Manager freudig in die Hände – denn von ihm erfahren sie, wie die Zielgruppe wirklich tickt. Und was sie kauft. Printmedien gehören nicht dazu. Trotzdem versuchen es die Verlage immer wieder. Natürlich will die "FAZ" mit ihrem Wochenmagazin, das voraussichtlich ab 22. April zum Copypreis von 3,50 Euro er- scheint, nicht nur für die Leserschaft etwas Schönes schneidern. Sondern auch für die potenzielle Anzeigenklientel.

Junge Lifestyle-Marken sind begehrt, und klar ist es schwieriger, sie in eine klassische Tageszeitung zu locken als in ein buntes Magazin. Aber am Ende entscheidet halt doch die Reichweite – und wenn die nicht stimmt, bleiben die Anzeigenbuchungen bald aus. Da kann die Qualität des Angebots noch so gut sein. Die wird vermutlich bei der "Frankfurter Allgemeinen Woche" stimmen, der Absender steht ja für eine solide Geschichte und kein billig zusammengeklatschtes Blättchen.

Aber vergoldete Pferdekutschen sind ja auch nicht mehr so stark gefragt wie einst.

Die Jugend will einfach nicht

Dabei kann Print lukrativ sein. Sehr sogar. Gruner + Jahr hat beispiels- weise aktuell mit "Barbara" oder "Stern Crime" vorgemacht, dass da immer noch was geht, auch mit neuen Angeboten. Aber die Jugend – und da darf man weite Teile der Ü25-Schicht heutzutage sicher dazuzählen – ist nun mal wählerisch, wenn es um Medienangebote geht.

Das wird "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner übrigens wissen. Denn er verantwortete während seiner Zeit bei G+J unter anderem "Yuno", den Kinder- und Jugendableger des "Stern". 2012 war es mit dem 2010 hoffnungsvoll gestarteten Projekt vorbei. Begründung damals: fehlende wirtschaftliche Perspektiven.

"FAZ Woche": Jung und ohne Perspektive

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(1) Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht

Das ist die "FAZ Woche"

von Petra Schwegler

Für die "junge Elite" ab 25 Jahren, gut gebildet und interessiert, startet an diesem Freitag das kompakte Wochenmagazin "Frankfurter Allgemeine Woche". Das neue Angebot soll Lesern, "die über ein hohes Bildungsniveau und ein überdurchschnittlich breites Interessenspektrum verfügen", schnelle Einordnung der wichtigsten aktuellen Themen bieten. "Orientierung in der allgemeinen Nachrichtenflut" ist das Ziel, wie es die "FAZ" nennt.

Das Heft erscheint zum Copypreis von 3,50 Euro jeden Freitag und widmet sich den wichtigen Themen der Woche aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Wissen. "Sie werden prägnant aufbereitet und durch Analysen und Kommentare eingeordnet", versprechen die Frankfurter. Zum Auftakt wird etwa die Affäre Böhmermann nochmals aus anderer Perspektive aufgerollt oder die Meldungen der vergangenen Tage zur Rentenpolitik für die junge Leserschaft in ein neues Licht getaucht. 

Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Nikolas Busse, der seit 1998 dem Politikressort der "FAZ" angehört. Er hat ein eigenständiges Team aus "FAZ" -Redakteuren für die "FAZ Woche" zur Seite. Die Blattmacher dürfen auf das Wissen der gesamten Zeitungsredaktion zurückgreifen und auch das Korrespondentennetz des Blattes in Anspruch nehmen.

"FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner verspricht den potenziellen Lesern ein "Management Summary der Woche, das dem hohen Anspruch der FAZ an Qualitätsjournalismus gerecht wird".

Wer die "FAZ“ Woche" abonnieren will, zahlt 13,90 Euro pro Monat. Neben der Printausgabe ist das Magazin auch als digitale Ausgabe am Vorabend ab 20 Uhr in der FAZ-Kiosk App verfügbar. Der Verlag weist darauf hin, dass die bisher "FAZ/FAS- App" genannte Anwendung im Zuge des erweiterten Angebots umbenannt werde.

fAZ-Woche-580
von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben

Scholz & Friends wirbt auch für "FAZ Woche"

von Petra Schwegler

Für den Werbeauftritt des jüngsten Sprosses "FAZ Woche" hat der Frankfurter Verlag seine langjährige Leadagentur eingespannt: Unter dem Motto "Das Wichtigste der Woche erscheint am Freitag" startet Scholz & Friends eine Kampagne für das neue Wochenmagazin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ". Die Motive stellen dabei das Magazin-Cover in den Mittelpunkt. Sie sollen die jeweilige Wirkung der Titelgeschichte demonstrieren und den Anspruch des Magazins untermauern, Zusammenhänge und Hintergründe zu liefern.

In Print, Online und Out-of-Home wird die Berliner Agentur in den kommenden zehn Wochen insgesamt zehn Kampagnenmotive für die "FAZ Woche" veröffentlichen - jeden Freitag mit Erscheinen der neuen Magazinausgabe. Ab sofort sind die großformatigen Anzeigen in führenden Tageszeitungen und Magazinen zu sehen. Onlinewerbung soll auf zielgruppenrelevanten Websites sowie in ausgewählten Social-Media-Kanälen auf das neue Magazin aufmerksam machen, mit dem die "FAZ" junge Gebildete ansprechen und vertieft informieren will. Zusätzlich wird es Outdoor-Werbung in Form von CLPs und Stationvideos geben.

Zur Premiere der "FAZ Woche" im Handel erscheinen die Kampagnenmotive "Öl" sowie "Merkel und Obama". Letzteres basiert auf der ersten Titelgeschichte des neuen Titels. Zusätzlich zu der Motivanzeige gibt es eine Themengrafik-Anzeige, die der Zielgruppe die kompakte und zeitsparende Aufbereitung der Informationen im Heft veranschaulicht. 

Hier das Motiv "Öl":

faz-woche-sunf-580

Das ist die erste Themengrafik-Anzeige der Kampagnenreihe:

faz-woche-sunf-grafik580

Matthias Spaetgens, Chief Creative Officer bei Scholz & Friends Berlin, wird in der Mitteilung zum neuen Werbeauftritt so zitiert:

"

"Die Kampagne greift den ungewöhnlichen Stil der Titelillustration auf. Durch die Aktualität der Motive von Woche zu Woche beweisen wir die Relevanz des neuen spannenden Magazins."

"

Die Stoßrichtung der "FAZ Woche" mit ihrer Zielgruppe der jungen Elite ab 25 fasst "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner so zusammen:

"

"Mit der Frankfurter Allgemeinen Woche bieten wir ein kompaktes Magazin für die junge Elite, die sich schnell, aber fundiert informieren will und an Hintergründen und Zusammenhängen interessiert ist. Wir liefern ein 'Management Summary' der Woche, das dem hohen Anspruch der FAZ an Qualitätsjournalismus gerecht wird."

"

Die "FAZ" ist einer der langjährigsten Kunden von Scholz & Friends. Neben der vielfach ausgezeichneten Fotoserie "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" realisierte die Agentur zuletzt Kampagnen für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", den "FAZ"-Stellenmarkt sowie für das Digitalangebot "FAZ Plus".

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben

Heftkritik: Wenn "junge Zielgruppe" keine Beleidigung ist

Die "FAZ Woche" zeigt, wie man junge, gebildete Leser wieder an Print heranführen könnte: Man nimmt sie ernst und verzichtet auf permanentes Gebrabbel von Gefühlen und der Generation Y. W&V-Autor Ben Krischke, 29, über das neue Wochenmagazin aus Frankfurt.

Angeblich bin ich Teil der Generation Y. Das ist die Generation, die eigentlich wenig Lust auf Arbeit hat, abends schwer einschläft, weil sie die ganze Zeit über den Sinn des Lebens nachdenkt, und, ganz wichtig, immerzu über ihre Gefühle lesen und quatschen will. Wir wollen, sagen Wissenschaftler, schon während der Arbeit und überhaupt ständig glücklich sein. Das gelingt, glauben viele Verlage und Chefredakteure, unter anderem, indem man uns die wichtigen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entweder gar nicht, oder nur in stark vereinfachter Form präsentiert, die der Komplexität des jeweiligen Themas ausnahmslos nie gerecht wird.

Dieser "Content" wird dann oftmals "produziert" von jungen Leuten ohne fundierte Kenntnisse über Politik und Wirtschaft, und von total hippen Social-Media-Managern, die der Pubertät noch nicht entwachsen sind, per Facebook und Twitter in die Welt hinausgetrötet.

Beides, der Wunsch unter den jungen Leuten möglichst viele Klicks, Likes und Shares zu generieren, und eine geradezu naive Vereinfachung politischer und wirtschaftlicher Themen, führt häufig dazu, dass Meinungsbildung gar nicht mehr stattfindet - sondern Meinungsmache im Sinne der "Community", weil man ihr nicht mehr zutraut als die Fähigkeit, einen Shitstorm anzustoßen. Kurzum: Als politisch interessierter Mensch, Jahrgang 1986, kam mir der Begriff "junge Zielgruppe" und der angeblich auch für mich produzierte Content in den vergangenen Jahren oft wie eine persönliche Beleidigung vor.

Was mich betrifft, will ich nicht ständig mit Listen konfrontiert werden, und schon gar nicht permanent über meine Gefühle lesen, und was die angeblich über mich und meine Generation aussagen. Und nein, ich werde mir auch nicht das Buch "Generation beziehungsunfähig" von Michael Nast kaufen, weil ich angeblich die ganze Zeit so traurig und alleine bin. Und nein, ich halte auch nichts davon, ständig über meine Gefühle zu schreiben. Für diesen Artikel mache ich aber gerne eine Ausnahme.

Ich war durchaus gespannt, als ich heute morgen nicht zuerst zum Bäcker gegangen bin, sondern gleich in den Kiosk meines Vertrauens an der Münchner Freiheit. Meistens kaufe ich hier nur Zigaretten und meine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn man den Laden betritt, steht da ein kleiner Tisch, auf dem Magazine wie "Focus", "Stern" und "Spiegel" liegen, und ihre diversen Ableger, die "Crime", "Geschichte" oder "Diabetes" heißen. Mein Ziel heute morgen: Die "FAZ Woche" kaufen, die sich angeblich genau an mich richtet. Jung, gebildet (sagt mein Bachelor-Zeugnis jedenfalls) und mit einer Affinität für Politik und Wirtschaft.

Im Format noch etwas kleiner als der "Spiegel" und auf dem Titel eine Illustration von Angela Merkel und Barack Obama in Superheldenkostümen, lag sie da: "Deutschland und Amerika - Das unterschätzte Bündnis" ist die erste Titelgeschichte, angeteasert werden außerdem Beiträge über die Rente ("Die Zeche zahlen die Jungen"), über Kriminalität ("Verbrechen lassen sich vorhersehen") und über den Fall Böhmermann ("Richter sind oft humorlos"). Der illustrierte Titel erinnerte mich ein wenig an das "Cicero" -Magazin, das wirklich die einzige Zeitschrift ist, die ich mir immer kaufe.

Im Heft erinnert die "FAZ Woche" ein wenig an den "Spiegel". Viel freie Fläche in Weiß, und Dachzeilen und Ressortnamen in Rot. Und mit ihrer klar strukturierten Bildsprache und den vielen Einseitern gibt es auch einige Parallelen zum "Focus". Die Ressorts heißen ganz klassisch Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Feuilleton und Wissen. Meinungsartikel sind klar gekennzeichnet und es gibt gleich am Anfang eine Seite mit den Meldungen der Woche, dann ein Bild der Woche mit einem kurzen Text und eine feste Rubrik namens "Woche-Reporter", wo - davon gehe ich jetzt mal aus - jede Woche gleich zum Anfang eine Reportage kommt. Die erste heißt "Der Bier-Blues", in der sich Autor Uwe Ebbinghaus mit dem Streit zwischen Craft-Brauern und Traditionalisten über das deutsche Reinheitsgebot beschäftigt.   

Was die erste Ausgabe der "FAZ Woche" jung macht, sind keine seltsamen Ressortnamen, keine Geschichten über Beziehungsprobleme, die schon tausendfach erzählt wurden, keine Listen und schon gar keine ausufernden Artikel, die mir meine Gefühle erklären wollen. Und vor allem: Kein Gebrabbel über die Generation Y. Was das Magazin jung macht sind die vielen Einseiter, die sich relativ nüchtern, aber keineswegs langweilig lesen, ihr modernes Format, das sogar im Gedränge der morgendlichen Rush Hour nicht zum Problem wird, und die Themenauswahl, eine gelungene Mischung aus "Das ist gerade wichtig!" (Asylpolitik, AfD, Böhmermann, FDP, Kohl) und "Das könnte für dich als jungen Menschen interessant sein" (Rente, Ratenfinanzierung, Roboter, Bitcoins).

Seit Jahren zerbrechen sich Verlagsleiter und Chefredakteure in der Magazinwelt den Kopf darüber, wie sie ihre Produkte auch für junge Menschen wieder interessant machen könnten. Indem man sich ein Beispiel an der "FAZ Woche" nimmt, möchte ich ihnen an dieser Stelle gerne mitgeben. Warum? Weil das Magazin zeigt, dass für junge, gebildete Menschen mit einer Affinität für Politik und Wirtschaft eines ganz wichtig ist: Sie wollen ernst genommen werden. Und beim Lesen der "FAZ Woche" klang "junge Zielgruppe" für mich ausnahmsweise mal nicht nach einer persönlichen Beleidigung, sondern eher wie ein Kompliment.  

Kommentare Kommentar schreiben

"FAZ" startet "FAZ Quarterly"

von Petra Schwegler

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") ist nach einer umfangreichen Sparrunde wieder im Gründerfieber: Nach dem Start des Magazins "FAZ Woche" für die junge Elite schieben die Frankfurter im Herbst das neue Magazin "Frankfurter Allgemeine Quarterly" hinterher. Das "umfangreiche Premiummagazin" werde vierteljährlich bundesweit erscheinen, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Pläne sind ambitioniert: Die Druckauflage liegt zum Start bei 75.000 Exemplaren. Der Copypreis wird 12 Euro betragen.

Das Konzept: "FAZ Quarterly" verbinde den analytischen Scharfsinn und den intellektuellen Anspruch der "FAZ" mit Opulenz, Sinnlichkeit und Eleganz, wie es heißt. Der Titel soll sich "weltgewandt, optimistisch und zukunftsorientiert mit den spannendsten Köpfen und Themen unserer Zeit auseinandersetzen – von Kultur, Architektur und Mode über Wirtschaft und Politik bis hin zu Technik und Lifestyle". Als Zielgruppe gibt der Verlag unter Geschäftsführer Thomas Lindner "kluge, vielseitig interessierte und einkommensstarke Leserinnen und Leser, die auf hohem Niveau informiert und unterhalten werden möchten" an.

Eingespannt hat die "FAZ" für den neuen Titel einen hochkarätige Printkenner: Mitentwickelt hat "FAZ Quarterly" die Londoner Agentur Winkreative des Magazinmachers Tyler Brûlé ("Monocle", "Wallpaper"). Verantwortlicher Redakteur ist Rainer Schmidt, den die "FAZ" für das neue Produkt gewinnen konnte. Er leitet "FAZ Quarterly" zusammen mit Claudius Seidl, Feuilletonchef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Schmidt bringe umfangreiche Erfahrungen als Magazinmacher mit, heißt es. Gewirkt hat er fürs "Zeit Magazin", für "Vanity Fair" oder auch für den "Rolling Stone".

Für "Frankfurter Allgemeine Quarterly" soll in den kommenden Monaten eine kleine Redaktion in Berlin aufgebaut werden. Das Team dort wird auch auf Autoren und Korrespondenten der der Frankfurter Zeitungsredaktionen zurückgreifen.

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben

"FAZ" startet Wirtschaftsmagazin für Brexit-Gewinner Frankfurt

von Petra Schwegler

Der Start des neuen "FAZ"-Magazins "Frankfurter Allgemeine Metropol" kommt zur rechten Zeit: Das neue Wirtschaftsmagazin wird erstmals am 29. Juni auf den Schreibtischen von Entscheidern der Rhein-Main-Region liegen – wenige Tage, nachdem der #Brexit dem Raum Frankfurt und seinem Finanzzentrum den Ruf des Gewinners eingebracht hat. Das Titelthema der ersten Ausgabe lautet "Labor Frankfurt".

Der neue Titel – angekündigt im April wenige Tage vor Start des neuen "FAZ"-Magazins "FAZ Woche" - soll Unternehmer sowie Entscheider aus Mittelstand und Großunternehmen alle zwei Monate über die Unternehmenswelt und Wirtschaftspolitik in der solventen Rhein-Main-Region informieren. "Frankfurter Allgemeine Metropol" wird an ausgewählte Entscheideradressen versendet; zusätzlich sei das Magazin zu einem Preis von 4,50 Euro an zentralen Presseverkaufsstellen im Bahnhofsbuchhandel und am Flughafen erhältlich, heißt es vom Verlag.

Verantwortet wird der dritte Neustart der Marke "FAZ" in diesem Jahr von der Wirtschaftsredaktion der "Rhein-Main-Zeitung" (RMZ) unter der Leitung von Manfred Köhler. Er leitet seit 2001 das Wirtschaftsressort und ist seit März 2016 stellvertretender Ressortleiter der "Rhein-Main-Zeitung". "Frankfurter Allgemeine Metropol" hat eine Druckauflage von 20.000 Exemplaren.

faz-metropol-cover-580

Beim Team der "FAZ" um Verlagsgeschäftsführer Thomas Lindner scheint ein regelrechtes Gründerfieder ausgebrochen zu sein. Nach dem Start der "FAZ Woche" für die junge Elite will das Haus im Herbst von Berlin aus das Premiummagazin "FAZ Quarterly" nachlegen und von diesem Mittwoch an mit "FAZ Metropol" auch noch vertieft die Frankfurter Entscheider informieren.

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben