ZenithOptimedia | | von Petra Schwegler

Google lässt Bertelsmann und Springer alt aussehen

Dieses Angst-Szenario, das Springer-Manager Christoph Keese grade zeichnet, kommt nicht von ungefähr. "Google, Apple und Facebook sowie zahlreiche aufstrebende Startups wollen uns Verlage vernichten", orakelt der Manager auf einer Fachtagung. Nun enthüllt ZenithOptimedia die Fakten nach Umsatz: Google ist mit 43,7 Milliarden US-Dollar demnach mit großem Abstand die Nummer eins unter den Medienkonzernen weltweit, gefolgt von DirecTV und dem US-Unterhaltungskonzern Walt Disney. Zur Einordnung: Der US-Konzern DirectTV zählt "nur" 29,7 Milliarden Dollar an Erlösen.

Das erste deutsche Unternehmen liegt im Ranking der weltweiten Top 30 auf Platz neun: Es ist Bertelsmann – immerhin noch im zweistelligen Milliarden-Bereich nach Umsätzen von 10,55 Milliarden US-Dollar, aber abgerutscht vom zuvor siebten Platz. Abgeschlagen rangiert Axel Springer auf dem 25. Platz bei 4,06 Milliarden US-Dollar. Direkt davor hat sich inzwischen Facebook platziert; das soziale Netzwerk zählte im ersten Jahr an der Börse laut ZenithOptimedia 4,23 Milliarden Dollar Erlöse nach 3,15 Milliarden. Die Steigerung ist beachtlich.

Überhaupt listet ZenithOptimedia für den Untersuchungszeitraum 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 nur zwei deutsche Medienkonzerne auf. Dafür entern die Asiaten die Top 30 der weltweiten größten Medienkonzerne: der chinesische TV-Konzern CCTV mit Platz 23 und Chinas Suchmaschinen-Anbieter Baidu. Ihn platziert ZenithOptimedia auf Rang 28 mit 3,58 Milliarden US-Dollar an Erlösen nach 2,33 Milliarden im Jahr zuvor. Das Wachstum ist beachtlich. Interessant: Sony ist gar nicht mehr in den Top 30 vertreten.

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