Dass Steingart schon ankündigt, dass zwei ehemalige "FTD“-Chefredakteure künftig für sein Blatt schreiben, finden diese unterdessen wenig bis gar nicht komisch. Auf der noch bestückten Website der "FTD“ wundert sich Christoph Keese, weil er davon nichts weiß. Und Andrew Gowers, der in der Tat am Montag mit einem Kommentar vertreten ist, reagiert britisch direkt:  "I have not agreed to write regularly for HB, and am most unlikely to do so, not least because as you know I regard HB as a deeply inferior newspaper." Später legt Gowers nach: "I just sent him a note complaining about his tasteless, poorly-judged and misleading remarks and saying I will never write a column for his shit, declining newspaper! You can tell that to the colleagues too."

In der letzten Ausgabe der "FTD" am Freitag hat sich Gruners Sorgenkind mit einer Sonderausgabe samt Retourkutsche bei den Pressabteilungen und mit besonderen Optiken von ihren Lesern verabschiedet. W&V Online hat ermittelt, dass vor allem in Frankfurt viele Käufer der "FTD" sitzen – dort könnte auch das "Handelsblatt" eventuell profitieren, wenn nicht die Banker ohnehin schon die Düsseldorfer Zeitung abonniert haben....


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.