Sport-Vermarktung:
Infront geht an die Chinesen
Der Schweizer Sportrechte-Vermarkter Infront Sports & Media wechselt den Besitzer. Bislang gehörte die Firma der Private-Equity-Firma Bridgepoint. Nun wechselt sie für über eine Milliarde Euro an den chinesischen Investor Dalian Wanda Group.
Der Schweizer Sportrechte-Vermarkter Infront Sports & Media wechselt den Besitzer. Bislang gehörte die Firma mit Hauptsitz in Zug der Private-Equity-Firma Bridgepoint. Nun wechselt sie für über eine Milliarde Euro an den chinesischen Investor Dalian Wanda Group, die damit auch die Sportvermarktung im Heimatland China ankurbeln will. Seit 2011 war Bridgepoint an Infront beteiligt, damals zahlte man noch 550 Millionen Euro für den Vermarkter.
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 800 Millionen Euro Umsatz gemacht und 4000 Tage Sport-Events ausgeliefert. Infront ist Partner der FIFA und der DFB und vermarktet in Deutschland zudem die Clubs Werder Bremen und 1. FC Köln. Ab der Saison 2016/17 ist Infornt allein für den DFB-Pokal zuständig. Auch der AC Mailand ist unter den Fittichen der Schweizer. In China ist Infront vor allem beim Basketball und bei einer Amateur-Lauf-Veranstaltung engagiert.
Geführt wird Infront von einem Neffen des FIFA Präsidenten Joseph Blatter, Philippe Blatter. Dieser hat nun "diverse Expansionsprojekte" angekündigt, um die Position auf dem globalen Sportmarkt auszubauen. Die Wanda-Group gehört dem chinesischen Unternehmer Wang Jianlin und ist bislang vor allem mit Hotels und einer großen Kinokette mit über 6600 Häusern im Entertainment-Markt aktiv. Wang hat den Kauf so kommentiert: "Durch diese Akquisition steigern wir nicht nur unseren Einfluss innerhalb der Branche, sondern werden auch dazu beitragen, das Wettbewerbsniveau im chinesischen Sport zu verbessern."