PwC erahnt Werbeplus und Games-Boom | | von Petra Schwegler

Mit Medien lässt sich noch mehr Geld verdienen

Die Medienbranche wird stärker wachsen als die Gesamtwirtschaft: Zu diesem Schluss kommt der regelmäßige "German Entertainment and Media Outlook" der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in seiner neuesten Ausgabe. Der Studie zufolge dürfte die deutsche Unterhaltungs- und Medienbranche bis 2019 einen Umsatz von 75,6 Milliarden Euro erwirtschaften. "Dies entspräche einem Wachstum von durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr, während PwC für die gesamte Wirtschaft nur mit einem Plus von jährlich 1,6 Prozent rechnet", teilen die Berater mit.

2014 mussten demnach zwar die Segment Zeitung, Zeitschriften, Bücher und Film bei den Umsätzen Federn lassen. Mehr als ausgeglichen haben diese Rückgänge die Teilbranchen Onlinewerbung, Internetzugang, Videospiele und Fernsehen. Und: Als neues Segment stellt der "German Entertainment and Media Outlook" dieses Jahr erstmals den Sportmarkt aus der Perspektive der Unterhaltungs- und Medienbranche vor. Er „"entwickelte sich 2014 sehr dynamisch und verzeichnete Erlöse von 1,3 Milliarden Euro", heißt es da. Tatsächlich erreichten demnach die Pay-TV-Anbieter 2014 – nicht zuletzt wegen der Bundesliga – Rekordwerte. So stieg die Zahl der Abonnenten um gut zehn Prozent auf knapp sieben Millionen. "Zu diesem Wachstum trugen abseits der Sportübertragungen auch neue Filmangebote und der Ultra-HD-Standard bei", heißt es da.

PwC erahnt nun vor allem ein stattliches Werbeplus - mit Onlinewerbung als größtem Treiber. Aus Sicht von Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC, ein wichtiger Ausgleich: "Zwar werden die Anzeigenerlöse im Printsegment weiter zurückgehen. Diese Entwicklung wird durch deutlich steigende Einnahmen in der Onlinewerbung aber mehr als kompensiert werden." Und: Der gemessen an der Verbreitung von Smartphones immer noch geringe Anteil mobiler Werbung dürfte in den kommenden Jahren deutlich steigen. Von entscheidender Bedeutung sei dabei die Entwicklung datengesteuerter und algorithmusbasierter Angebote, die ein gezieltes Targeting der Konsumenten ermöglichen, so Ballhaus.

Enorme Wachstumschancen bescheinigt die Studie übrigens auch dem Markt für Videospiele. Welches Potenzial hier liegt, zeige sich beispielhaft im vergangenen Jahr, als die Umsätze im Bereich „Social/Casual Games“ um 177 Prozent zulegten. "Bei den Videospielen ist nicht nur die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten bemerkenswert. In den kommenden Jahren werden auch die bislang noch überschaubaren Werbeerlöse in diesem Segment sprunghaft steigen", meint PwC-Experte Ballhaus.

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