Eine Woche reicht - für die Oscars

Dazu sieht man bei Netflix keine Notwendigkeit. Um eine Oscar-Chance zu haben, müssen Filme jeweils vor dem Jahresende eine Woche lang in einem Kino im Raum Los Angeles zu sehen sein - diese Auflage wurde erfüllt. Im Vorjahr hatte das mit der Produktion "Roma" bestens geklappt: Der Film ergatterte zehn Nominierungen und räumte am Ende drei Oscars ab, darunter für die beste Regie.

Netflix investiert natürlich nicht ohne Grund in derlei hochwertige Filme. Der Streaming-Dienst will damit neue Abonnenten gewinnen – und muss zugleich im Wettbewerb mit den zahlreicher werdenden Mitbewerbern Flagge zeigen. Denn auch Amazon & Co. investieren kräftig.

Der Wettbewerb zieht an

Zugleich gehen die großen Studios mit eigenen Streamingdiensten in den Markt. Disney startete am 12. November Disney+, WarnerMedia will im Frühjahr 2020 mit HBO Max einsteigen, NBCUniversal kündigte, ebenfalls für 2020, den Streaming-Service Peacock an.

Außerdem soll noch die US-Videoplattform Quibi im April 2020 loslegen. Hier soll es nur Filme oder Serienepisoden geben, die nicht länger als zehn Minuten dauern. Hinter Quibi stehen der Filmproduzent Jeffrey Katzenberg und die ehemalige Ebay-Managerin Meg Whitman. Langsam wird es eng im Streaming-Business.

dpa/mp


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde