"Breaking Bad"-Spin-off | | von Petra Schwegler

Netflix zeigt deutschem TV bei "Better Call Saul" die Nase

"Better Call Saul", Fortbestand des AMC-Serienknüllers "Breaking Bad", startet in Deutschland nicht im klassischen TV oder Abofernsehen. Das von Fans heiß ersehnte Prequel wird hierzulande ab 11. Februar zuerst bei Netflix zu sehen sein. Synchronisiert ebenso wie in der englischen Originalfassung. Der expansive Streamingdienst hat seit vergangenem Herbst auch eine deutsche Dependance und kämpft mit Inhalten wie Preisen gegen etablierte Anbieter wie etwa Sky.

Bei "Better Call Saul" geht Netflix richtig in die Offensive: Im US-Fernsehen startet "Better Call Saul" nur wenige Tage vorher, am 8. Februar. Netflix stellt die Serie rund um Anwalt Saul Goodman (Bob Odenkirk) auch in Österreich und der Schweiz am 11. Februar online. Die ersten beiden Folgen der zehnteiligen Serie werden eine Minute nach Mitternacht abrufbar sein, wie jetzt kommuniziert wird. Die weiteren Folgen werden in wöchentlichem Rhythmus zeitnah zur US Ausstrahlung auf AMC auf Netflix zu finden sein, jeweils dienstags ab acht Uhr.

"Better Call Saul" spielt einige Jahre vor den Geschehnissen in "Breaking Bad", bevor der Winkeladvokat Saul Goodman auf Walter White (Bryan Cranston) trifft. "Breaking Bad"-Macher Vince Gilligan führte wieder Regie - zumindest in der ersten Folge. Hier ein Trailer:

Klar wird: Die Konkurrenz auf dem deutschsprachigen Online-TV-Markt wird härter. Eingekauft hat Netflix nicht nur "Better Call Saul", sondern auch die Miniserie "Fargo", eine Produktion der Coen-Brüder, mit der die Plattform wirbt. Der Pay-TV-Anabieter Sky, der die Online-Videothek Snap betreibt, hat sich unterdessen im vergangenen Herbst mit HBO auf eine Verlängerung des Exklusivertrages geeinigt. Bis mindestens 2020 werden alle Produktionen des US-Senders in Österreich und Deutschland auf Sky ihre Premiere feiern. Damit wird der größte Hit von HBO, die Fantasy-Saga "Game of Thrones" bis zum voraussichtlichen Ende 2019 bei Sky laufen. Am 12. April zieht Deutschland dieses Mal sogar mit den USA gleich und strahlt die fünfte Staffel synchron aus – zumindest in der englischen Originalfassung. Interessant: Die Rechte für das Serienflaggschiff von Netflix, die Polit-Serie "House of Cards", liegen wiederum bis zur dritten Staffel im Pay-TV bei Sky.

Netflix zeigt deutschem TV bei "Better Call Saul" die Nase

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