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Mit der kostenlosen Zeitung "Abwab" in arabischer Sprache werden einmal im Monat den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und dem Nahen Osten wichtige Informationen zum Alltag in Deutschland gegeben.
Mit der kostenlosen Zeitung "Abwab" in arabischer Sprache werden einmal im Monat den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und dem Nahen Osten wichtige Informationen zum Alltag in Deutschland gegeben. © Foto:New German Media Ltd

Monatsblatt von New German Media | | von Petra Schwegler

Neue Zeitung "Abwab" informiert Flüchtlinge auf Arabisch

"Abwab" ist da. Ab sofort informiert die erste bundesweite Zeitung in arabischer Sprache – "Abwab" steht für "Tür zur Welt" – einmal im Monat Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und dem Nahen Osten. 45.000 Exemplare sind erstmals am heutigen Dienstag kostenfrei in Flüchtlingsunterkünften verteilt worden. Ziel der Zeitung sei es, den Lesern Türen zu öffnen für eine bessere, friedliche Zukunft, heißt es in einer Mitteilung der Herausgeberin New German Media Ltd. Die Zeitung solle den Flüchtlingen wichtige Informationen zum Alltag in Deutschland zu geben und sich derer Bedürfnisse anzunehmen.

Journalisten aus Syrien, Irak und dem Nahen Osten, die in Deutschland im Exil leben, liefern die Inhalte für "Abwab". Die Zeitung wendet sich an die wachsende arabischsprachige Gemeinschaft in Deutschland. Zudem soll Werbungtreibenden eine neue Zielgruppe erschlossen werden. Hier die erste Ausgabe:

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New German Media mit Sitz in Offenbach hat viel vor mit der deutschen Ausgabe von "Abwab": Die Auflage von zunächst 45.000 Exemplaren soll in Kürze deutlich gesteigert werden. In Italien erscheint das Blatt bereits seit acht Jahren. New German Media gibt seit 15 Jahren Zeitungen für Migranten in Europa heraus.

Übrigens: Auf der letzten Seite der Zeitung übersetzt das "Abwab"-Team die wichtigsten Headlines ins Deutsche:

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Neue Zeitung "Abwab" informiert Flüchtlinge auf Arabisch

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TV-Unternehmer planen Flüchtlingsfernsehen

von Thomas Nötting

Die Medienunternehmer Alexander von Trauttmansdorff und Frank Apfel starten ein TV- und Onlineangebot für Flüchtlinge und Helfer. Der geplante Sender soll in den nächsten Wochen unter dem Namen "H2D" auf Sendung gehen. Das Kürzel steht für "Handshake2Deutschland". Ein erstes Pilotprojekt ist in der Flüchtlingsunterkunft der Kurpfalz-Kaserne Speyer gestartet. Dort können Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer auf Bildschirmen Erklärfilme, Nachrichten und Informationen abrufen. Der Sender soll nach Angaben der Veranstalter über das Netz von Unitymedia und Astra ausgestrahlt werden. Die Macher wollen zudem ein eigenes Bewegtbild-Format produzieren, in dem Angebote, Sprachkurse und Apps für Migranten vorgestellt werden.

Zum Projekt gehört das gleichnamige Online-Angebot h-2-d.de, das seit 11. März online ist. Dort finden sowohl Flüchtlinge als auch Helfer Links und Informationen. Über eine Kooperation mit Lingua TV erhalten "H2D"-Nutzer rabattierte Angebote für Sprachkurse. Außerdem sollen auf dem Portal künftig  Dokumentationen von "Spiegel TV" und "France 24" zu sehen sein. Werbeplätze vermarktet "H2D" bislang nicht. Dies sei aber künftig denkbar, heißt es bei den Betreibern.

"H2D" ist das erste kommerzielle Medienangebot für Flüchtlinge in Deutschland. Hinter dem Projekt stehen die TV-Unternehmer Alexander von Trattmansdorf und Frank Apfel. Der Österreicher Trauttmansdorff betreibt mit seiner Firma High View mehrere Spartenkanäle, darunter den Musiksender "Deluxe" und den Dokumentationskanal "Planet". Apfels Firma Apfel TV Kontor hat sich auf Service- und Beratungsangebote für Spartenkanäle und Kabelbetreiber spezialisiert. 

von Thomas Nötting - Kommentare Kommentar schreiben