Freier Handel :
ProSiebenSat.1 ist ab nächster Woche komplett an der Börse
Voraussichtlich ab Montag, 19. August, können sich KKR und Permira über die Börse sukzessive von ProSiebenSat.1 trennen.
ProSiebenSat.1 geht voraussichtlich kommenden Montag komplett an die Börse. Nach der jüngst auf der Hauptversammlung beschlossenen Umwandlung sämtlicher Vorzugsaktien in Stammaktien soll der Schritt an diesem Freitag zunächst ins Handelsregister eingetragen werden, teilt der Medienkonzern am Dienstag mit. Bisher sind nur die stimmrechtslosen Vorzugsaktien an der Börse gehandelt worden - nicht jedoch die bisher stimmberechtigten Stammaktien.
Zum Handelsstart kommende Woche – am 19. August - werden dann erstmals nur noch stimmberechtigte Stammaktien des Fernsehkonzerns gehandelt. Damit sinkt der Stimmrechtsanteil der Finanzinvestoren KKR und Permira von 88 auf 44 Prozent. Es wird damit gerechnet, dass beide Firmen sich schrittweise weiter zurückziehen. Sie hatten es nicht geschafft, den florierenden TV-Konzern an einen neuen Investor oder an ein Medienhaus zu verkaufen. Der Handel über die Börse ist somit Plan B, der nun umgesetzt wird - rund um eine Unternehmen, das mehr als sieben Milliarden Euro kosten würde. Der Kurs des ProSiebenSat.1-Papiers, das in Krisenzeiten auf den Aktienmärkten schon einmal kurzfristig zum Penny Stock mutierte, liegt aktuell bei rund 32 Euro.