| | von Petra Schwegler

Thomas Gottschalk und die ARD: "Bin auf meinem Krempel sitzen geblieben"

Thomas Gottschalk zeigt sich nach dem Beschluss der ARD, seinen erfolglosen Vorabend-Talk zu beenden, selbstkritisch. Der 61-Jährige sucht die Schuld für das Scheitern von "Gottschalk Live" nicht beim Sender, sondern bei sich selbst. "Ich bin sicher kein Opfer von ARD-Intrigen, wie manche mich zu trösten versuchen. An der Tatsache, dass aus meiner Vorabendshow nie das wurde, was ich mir eigentlich vorgestellt hatte, bin ich in erster Linie selber schuld", schreibt er in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung.

Er habe sich selbst nie als Koch, sondern eher als Kellner gesehen, der seinen Zuschauer oft etwas schön geredet habe, was diese gar nicht bestellt hatten, schreibt Gottschalk weiter. Fazit: "Ich bin auf meinem Krempel sitzen geblieben. Ich bin weder der Erste, dem das passiert ist noch der Letzte. Und ich bin darüber weder entsetzt noch verzweifelt."

Nun empfängt er in seinen letzten Sendungen keine Prominenten mehr, sondern ganz normale Menschen, um ihnen einen Wunsch zu erfüllen. "Das ist nun nicht die Erfindung eines neuen Fernsehformates, mit dem ich mir in letzter Minute den A... retten will. Das ist eine kleine Geste der Demut, die man mir abnehmen kann - oder nicht." Die ARD-Show des ehemaligen "Wetten, dass..?"-Moderators wird am 7. Juni nach nicht einmal einem halben Jahr wegen schlechter Quoten eingestellt.

Thomas Gottschalk und die ARD: "Bin auf meinem Krempel sitzen geblieben"

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