TV-Unternehmer planen Flüchtlingsfernsehen
© Foto:Screenshot h-2-d.de

"Handshake2Deutschland" | | von Thomas Nötting

TV-Unternehmer planen Flüchtlingsfernsehen

Die Medienunternehmer Alexander von Trauttmansdorff und Frank Apfel starten ein TV- und Onlineangebot für Flüchtlinge und Helfer. Der geplante Sender soll in den nächsten Wochen unter dem Namen "H2D" auf Sendung gehen. Das Kürzel steht für "Handshake2Deutschland". Ein erstes Pilotprojekt ist in der Flüchtlingsunterkunft der Kurpfalz-Kaserne Speyer gestartet. Dort können Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer auf Bildschirmen Erklärfilme, Nachrichten und Informationen abrufen. Der Sender soll nach Angaben der Veranstalter über das Netz von Unitymedia und Astra ausgestrahlt werden. Die Macher wollen zudem ein eigenes Bewegtbild-Format produzieren, in dem Angebote, Sprachkurse und Apps für Migranten vorgestellt werden.

Zum Projekt gehört das gleichnamige Online-Angebot h-2-d.de, das seit 11. März online ist. Dort finden sowohl Flüchtlinge als auch Helfer Links und Informationen. Über eine Kooperation mit Lingua TV erhalten "H2D"-Nutzer rabattierte Angebote für Sprachkurse. Außerdem sollen auf dem Portal künftig  Dokumentationen von "Spiegel TV" und "France 24" zu sehen sein. Werbeplätze vermarktet "H2D" bislang nicht. Dies sei aber künftig denkbar, heißt es bei den Betreibern.

"H2D" ist das erste kommerzielle Medienangebot für Flüchtlinge in Deutschland. Hinter dem Projekt stehen die TV-Unternehmer Alexander von Trattmansdorf und Frank Apfel. Der Österreicher Trauttmansdorff betreibt mit seiner Firma High View mehrere Spartenkanäle, darunter den Musiksender "Deluxe" und den Dokumentationskanal "Planet". Apfels Firma Apfel TV Kontor hat sich auf Service- und Beratungsangebote für Spartenkanäle und Kabelbetreiber spezialisiert. 

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