Erste Ergebnisse hatte der ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media bereits im Frühjahr auf dem TV Wirkungstag als Gattungsevent präsentiert. Nun können die Münchner einige weitere Details zum "ROI Analyzer" besteuern, der nun der Gattungsinitiative Wirkstoff TV übergeben und dann von allen angegliederten Vermarktern weiter bestückt wird

 -So zeigen sich beispielsweise teilweise deutliche Schwankungen zwischen den Marken oder Warengruppen: So erzielen Tee- und Kaffeemarken die höchsten ROI-Werte, und auch Milch- und Sahneprodukte sowie Biermarken punkten im Vergleich zu anderen Warengruppen.

- Fernsehwerbung erweise sich vor allem dann als "besonders erfolgreich", wenn sie den Konsumenten in Bedarfssituationen erreiche. So fallen demnach die Zusatzerlöse für die Marken am höchsten aus, die besonders "schnell drehen" – also Konsumgüter des täglichen Bedarfs, die schnell im Verkaufsregal wechseln – und daher viele solcher Bedarfsmomente aufweisen.

- Auch Branchen mit besonders hohem Potenzial konnten über den "ROI Analyzer" identifiziert werden, darunter Müsli und Cerealien oder auch Reinigungsmittel. "In diesen Segmenten ist der Hebel der Werbung auf die Markenloyalität besonders groß", heißt es.

- Hohe ROIs sind laut SevenOne Media jedoch keineswegs nur auf Schnelldreher beschränkt. Sonderanalysen hätten gezeigt, dass sich auch für den Handel Fernsehwerbung rechne. "Dabei erweisen sich Spots, die das Image der Händler ins Bild rücken, als weitaus effizienter als rein produktbezogene Werbung", so der Vermarkter.

- Eine weitere Einflussgröße im Werbewirkungsprozess ist laut SevenOne Media die Kampagnenstrategie, also die Höhe des Budgets, dessen Verteilung oder die Anzahl der eingesetzten Motive. Die Analyse der Studienergebnisse ergab, dass sich hier einige Stellschrauben bieten, um eine Kampagne in Richtung Abverkauf zu optimieren: Demnach zahlen sich "eine kontinuierliche, ganzjährige Präsenz im Fernsehen sowie der konsequente Einsatz weniger Motive am Ende am stärksten aus". Insgesamt will das Team um SevenOne-Chef Guido Modenbach festhalten, dass "Abnutzungseffekte bei Kampagnenmotiven viel seltener auftreten als es oftmals befürchtet wird". Im Gegenteil empfiehlt der TV-Vermarkter nach den Analyzer-Ergebnissen sogar den Einsatz von "gerade einmal nur ein bis zwei Motiven innerhalb eines Jahres".

Modenbach betont: "Als Vermarkter der Mediengruppe ProSiebenSat.1 war es schließlich unser Anliegen, stichhaltige Beweise für die tatsächliche Leistungskraft des Fernsehens zu erbringen und damit eine große Lücke in der Erforschung des ROI zu schließen. Mit dem Abschluss dieses ambitionierten Forschungsprojektes können wir der werbetreibenden Wirtschaft nun wesentliche Erkenntnisse liefern, um für ihre Marken noch mehr Wachstum zu erzielen." Die gesamte Dokumentation steht auf der Seite des Vermarkters zum Download bereit.


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.