| | von Julia Kloft

Von der Bachelor-Arbeit zum Magazin: "Päng" kommt an den Kiosk

Hut ab! Die 25-jährige Josephine Götz wagt sich mit einem neuen Titel für ihre Generation auf den Zeitschriftenmarkt. "Päng" heißt das Magazin für 20- bis 35-Jährige, Frauen wie Männer, das die Absolventin der Stuttgarter Hochschule für Medien ohne einen größeren Verlag im Hintergrund realisiert hat. Das "Päng"-Konzept ist ihre Bachelor-Arbeit. Am 4. April kommt das Heft heraus - und soll künftig vierteljährlich erscheinen.

"Päng" will "in einer Zeit, in der jeder den Erfolgsdruck des multimedialen Alltags spürt" den Alltag versüßen, heißt es im Heftkonzept. Götz geht es darum, "bewusst auf jeglichen Schnickschnack" zu verzichten und mit dem Titel junge Erwachsene anzusprechen, "die sich für mehr interessieren als Shopping und Klatsch". Motto: "Zeit zum Innehalten. Zeit zum Entdecken".

Thema der 100-seitigen ersten Ausgabe: "Endlich wieder draußen spielen". Dahinter stecken Geschichten über einen Roadtrip mit dem Einrad über die Alpen, eine Auszeit auf einer Schweizer Kräuterfarm oder eine Anleitung dazu, wie man sein Fahrrad selbst repariert. Das Magazin gliedert sich in die drei Kapitel "Das wilde Leben", "Selber machen" und "Alles außer Kunst".

Josephine Götz' Team kleines Team hat das erste Heft ohne Bezahlung erstellt. Sie selbst fungiert als Herausgeberin, Redakteurin und Anzeigenberaterin in einem. Beratung bekam sie von dem 82-Jährigen Adolf Theobald, Gründer der Titel "Twen" und "Capital" und langjähriger Verlagsmanager bei Häusern wie Gruner + Jahr, Spiegel-Verlag und Ringier. "Im Gegensatz zu den heute üblichen Neugründungen aus reinen Anzeigenüberlegungen vertritt 'Päng' eine Botschaft an den potenziellen Leser", sagt Theobald über das neue Lifestyle-Magazin. Das hat bei Zeitschriften wie "Neon" oder "Landlust" jedenfalls funktioniert.

Das auf Naturpapier gedruckte Magazin kostet 6 Euro. In einer Auflage von 12.000 Exemplaren wird es bundesweit in Deutschland sowieder Schweiz vertrieben - an ausgewählten Presseverkaufsstellen, großen Flughäfen, im Bahnhofsbuchhandel, sowie in Cafés, Museumsshops oder Conceptstores. Ein Abo ist ebenfalls möglich.

Eine Anzeigenseite kostet 2.400 Euro. Mehr als zehn Anzeigenkunden lässt Götz übrigens nicht ins Heft - um "eine höhere Aufmerksamkeitsgarantie der Anzeige gewährleisten zu können", wie es in den Mediadaten heißt.

Von der Bachelor-Arbeit zum Magazin: "Päng" kommt an den Kiosk

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht