Mehr Aktuelles aus
 

.

Vom Kreativindex bis zum Werbebarometer: Die wichtigsten Infografiken und Branchen-Rankings auf einen Blick. mehr...

Services

 
Newsletter
  Newsletter  
Mobil
  Mobil  
E-Paper
  E-Paper
 
Facebook
  Facebook  
Twitter
  Twitter  
RSS
  RSS
 
iPad
  iPad  
iPhone
  iPhone
Radiotrends
Die Sommerpause ist vorbei. Das große W&V Online-Special "Radiotrends" geht in die nächste Runde. Wir hören hin, was das Medium Radio bewegt. Bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises, beim Radio Day 2011 und überhaupt.mehr...

Newsletter

Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung und melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an!

.

Gerügt: Die Kampagne eines Bremer Fahrradblechherstellers
Gerügt: Die Kampagne eines Bremer Fahrradblechherstellers

Beschwerden über Online-Werbung nehmen zu

veröffentlicht am 02.09.2010 um 11:29 Uhr · Agenturen · Artikel

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres wurde beim Deutschen Werberat gegen 30 Online-Kampagnen protestiert. Im gleichen Zeitraum 2009 waren es nur neun. Insgesamt gingen beim Werberat in den ersten sechs Monaten 157 Beschwerden ein (Vorjahr: 147).

Besorgniserregend findet der Werberat den Anstieg der Proteste bislang nicht. Die Beschwerden bezögen sich vornehmlich auf kleine Unternehmen und seien damit als "Randphänome" einzustufen, so der Rat in einer Mitteilung. Man befände sich bei der Mediengattung Online noch "in der unteren Problemzone".

Die meisten Beschwerden gingen im Bereich Außenwerbung/Plakat ein (34), gefolgt von Fernsehspots (31), Internet (30) sowie Anzeigen in Fachzeitschriften (14). Anlaß war zumeist die herabwürdigende und diskriminierende Darstellung von Frauen (64 Fälle) sowie Verstöße gegen die Richtlinien der kommerziellen Kommunikation für alkoholische Getränke (14), wobei der Werberat hier einen politischen Hintergrund vermutet. "Im Rahmen eines Anti-Alkoholprojekts der EU-Kommission sucht die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen nach Testfällen, um die vermeintliche Wirkungslosigkeit der Werbedisziplin zu unterstellen", so der Werberat.

In 49 Fällen schloss sich der Werberat den Beschwerdeführern an, was meistens die Einstellung der Kampagnen oder ihre Abänderung zur Folge hatte. In nur fünf Fällen sprach er eine öffentliche Rüge aus, wobei sich alle auf kleine Unternehmen oder sogar Privatpersonen bezogen. So wurde der Hersteller von Fahrradblechen Pureplate aus Bremen für eine Internet-Kampagne mit einer Frau in Unterwäsche gerügt ("Was Hartes für hinten"). In seinem Blog verteidigt das Unternehmen die Kampagne: "Ziel des Schutzbleches ist es, die hintere Körperregion von aufspritzendem Schmutz frei zu halten. So ist die Darstellung einer Frau aus der Rückperspektive im direkten Zusammenhang zu unserem Schutzblech zu betrachten."

Der Deutsche Werberat wurde vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) 1972 gegründet. Ihm gehören 13 Experten an.

Social Bookmarking
Anzeige