BMW und GSD&M gehen getrennte Wege
Die Zusammenarbeit zwischen der nordamerikanischen Leadagentur GSD&M Idea und BMW läuft Ende 2010 aus.
Die Zusammenarbeit zwischen der nordamerikanischen Leadagentur GSD&M Idea und BMW läuft Ende 2010 aus. Das bestätigt das Unternehmen. Die texanischen Werber hatten den weltweiten Etat für die Marke und ihre Produkte erst im Mai 2009 gewonnen. Bis dahin arbeitete vor allem die TBWA-Marke MAB für den bayerischen Autobauer.
Man habe sich einvernehmlich getrennt, heißt es von BMW. Allerdings konnte GSD&M zuletzt in einigen Pitches nicht überzeugen. Lediglich mit der "Freude"-Kampagne konnten die US-Werber eine Duftmarke setzen. Obwohl GDS&M als Leadagentur von BMW tätig war, hat das International Power House von BMW - ein Gremium, dass sich um die Markenführung des bayerischen Autobauers kümmert - immer wieder um einzelne Produkteinführungen und Kampagnen pitchen lassen. So konnte sich die britische Agentur WCRS im Februar die Einführung des neuen 6er BMWs sichern. Auch Ireland Davenport gehört zu den Agenturen, auf die BMW in seinen Pitches immer wieder zurückgreift.
Für die "Freude"-Kampagne aus dem Hause GSD&M Idea hatten deutsche Werber nur wenig schmeichelhafte Kommentare übrig. Bei den Kreativwettbwerbern punktete denn BMW auch vor allem in Diziplinen abseits der Werbung, so mit der Installation "Kinetic Sulpture" aus dem Hause Art+Com. Die deutsche Adaption der GSD&M-Kreation besorgte Serviceplan, Hamburg.
In wieweit sich an der Rolle Serviceplans etwas ändern wird, ist derzeit nicht absehbar. Die Agentur kümmert sich um den globalen Vkf-Etat und ist außerdem die deutsche Adaptionsagentur. Zuletzt konnten sich die Hamburger Kreativen um die beiden Geschäftsführer Alexander Schill (Kreation) und Jörg Schultheis (Beratung) immer wieder auch kreative Aufträge sichern.
Unbestätigten Gerüchten zufolge gibt es bereits einen Nachfolger für GSD&M: die Renommier-Agentur Crispin Porter & Bogusky. Sie betreut bereits die BMW-Marke Mini. (lhe/ph)