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Peter Goldammer will trotz Insolvenz weiter in der Agenturszene arbeiten.
Peter Goldammer will trotz Insolvenz weiter in der Agenturszene arbeiten.

Goldammer meldet Insolvenz an

veröffentlicht am 23.07.2009 um 08:53 Uhr · Agenturen · Artikel

Die Wirtschaftskrise ­fordert ein weiteres Opfer in der Krea­tivszene. Die Hamburger Wer­be­agentur Goldammer hat am vergangen Freitagmorgen beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz an­gemeldet (Az: 67b IN 177/09).

Die angeschlagene Kreativschmiede ist das Gewächs des ehemaligen Scholz & Friends-Geschäftsführers Peter Goldammer. „Es ist eine bittere Niederlage“, gesteht Goldammer im Gespräch mit W&V ein. Doch der Kreative sieht in der Insolvenz auch eine Chance. „Ich habe viele Erfolge und einige Niederlagen erlebt. Gelernt habe ich aber am meisten aus den Niederlagen.“ Laut Goldammer liegt einer der Gründe für die finanz­iellen Schwie­r­ig­keiten in einem generellen Problem: Immer weniger Unternehmen wollen sich langfristig binden, auch seine Agentur habe das zu spüren bekommen. Ob die Agentur weitergeführt wird, ist unklar. „Es liegt jetzt nicht mehr in meiner Hand“, konstatiert Goldammer. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder wollte sich bislang nicht zu dem Vorgang äußern. „Wir müssen die Unterlagen erst einmal prüfen“, so der Anwalt.

Goldammer, Jahrgang 1957, ist ein Urgestein der Kreativ­branche: 17 Jahre hat er für S&F gearbeitet, u. a. als Geschäftsführer. 2001 verließ er die Agentur. Wenig später hat er die Katjes-Tochter Smile Factory übernommen, die er in Goldammer Werbeagentur umbenannte. 2004 zog das Headquarter von Düsseldorf nach Hamburg, ein Jahr später wurde die Dependance am Rhein geschlossen. Zu den größten Kunden zählten Katjes und Premiere. Von der Insolvenz sind nun zwei Mitarbeiter betroffen.

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