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GWA: Heftiges Gezerre um Agentur-Index
Nach dem Kreativclub ADC hat nun auch der Branchenverband GWA beschlossen, das Projekt "Deutscher Agentur-Index“ nicht weiterzuverfolgen. Dahinter verbirgt sich ein neues Bewertungssystem für die Leistungsfähigkeit von Agenturen, das die etablierten Kreativrankings ablösen sollte (W&V 5/09).
Index-Initiator und DDB-Kreativchef Amir Kassaei ist wenig überrascht: "Der GWA hatte weder die Idee noch je das Interesse, einen Agentur-Index aufzusetzen. Dass man dazu noch eine große Diskussionsrunde braucht, um es kundzutun, ist die Sache des GWA“, sagte er gegenüber W&V. Vor seiner Entscheidung hatte der GWA das Thema mit Vertretern der Fachpresse, Kunden sowie Experten diskutiert. Auch Kassaei hätte kommen sollen, war aber verhindert. Ergebnis der Debatte war, dass es unseriös sei, "weiche“ Faktoren, wie sie in Ratings abgefragt werden, mit den messbaren Größen eines Rankings zu vermischen. Doch genau das sieht der Agentur-Index vor. Marktforscher Thomas Lünendonk sprach daher von einer "Giftsuppe".
Kein Argument für Kassaei: "Ob ein Index realisierbar ist, hängt nicht von Thesen zum Thema ,Machbarkeit und Realisierbarkeit‘ der Kriterien ab, sondern vom festen Willen und dem ehrlichen Glauben, ein sinnvolles Instrument zur Analyse der wahren Leistungsfähigkeit von Kommunikationsdienstleistern zu haben“, wettert er. Bis Ende 2009 will Kassaei Konkretes vorweisen. Für GWA-Präsident Peter John Mahrenholz indes ist das Thema erst einmal vom Tisch.
Hammer Redakteur










