Havas-Chef Bolloré sagt nächste Krise voraus
Havas-Chef Vincent Bolloré hat auf seiner Pressekonferenz in Cannes die Werbeindustrie vor einer Konjunkturkrise gewarnt. Zwar seien bei seiner eigenen Agenturgruppe die Zahlen bis dato gut, doch bezogen auf die Branche meinte er: "Die Krise wird kommen. Fraglich ist nur, wie lange sie dauert."
Vincent Bolloré, Chairman der weltweiten Havas-Kommunikationsholding, hat auf seiner Cannes-Pressekonferenz die Werbeindustrie vor einer Konjunkturkrise gewarnt. Zwar seien bei seiner eigenen Agenturgruppe die Zahlen bis dato gut, doch bezogen auf die Branche meinte er: "Die Krise wird kommen. Fraglich ist nur, wie lange sie dauert."
Bei vielen Unternehmen werde es im Zuge der Finanzkrise zu Budgetkürzungen kommen. Havas sehe er allerdings gut gerüstet für die erwartete Konjunkturkrise: "Unsere Finanzausstattung ist stabil", sagte Bolloré. Er hob hervor, dass Havas nicht dem Druck von Finanzinvestoren ausgesetzt sei und er als privater Investor eine langfristige Strategie fahre.
Keinen Hehl machte er aus seinem Bestreben, den Einfluss bei seiner 30-Prozent-Beteiligung Aegis auszubauen. Dass seine Firmengruppe bis heute immer noch keinen Sitz im Aegis-Board erhalten habe, hält er für "nicht normal". Auf der Seite von Aegis fürchte man Interessenskonflikte. Doch er, Bolloré, verfolge die weitere Entwicklung gelassen.
Auf der Pressekonferenz sprach Bolloré auch über seine vielfältigen Investitionen außerhalb der Kommunikationsbranche. So stecke seine Firmengruppe, die auch in der Bergwerks- und Ölindustrie engagiert ist, rund eine Milliarde Euro in den Bau von Elektroautos.